18.02.2011

... und Tschüß Bidmanagementsysteme. 🙂 Seit heute findet sich in allen deutschen Google Adwords Konten eine neue Option zur automatischen Steuerung etlicher Parameter wie z. B. Statusänderungen (Kampagnen pausieren wenn Kosten überschritten wurden oder Anzeigen pausieren wenn Klickrate unterschritten wird), Gebotsänderungen (z. B. Keywords auf Mindestgebot für erste Seite setzen wenn Qualitätsfaktor größer/gleich 7 ist) ... usw. usf. Toll ... genau das fehlte noch. War ja bereits länger angekündigt, aber jetzt strahlt Googles Sonne auch über Deutschland.

Mal sehen ob bei den Anbietern von Bidmanagement-Tools jetzt ein ähnliches Gekasper losgeht wie damals bei den WebAnalytics-Anbietern, denen Google durch das kostenlose Anbieten von Google Analytics ordentlich das Wasser abgegraben hat.


24.03.2010

In Zeiten, da Google vermehrt in der Kritik steht, darf man sicher auch mal die andere Seite beleuchten. Nimmt Google wirklich jeden Umsatz mit, der zu bekommen ist? Im großen Stil mag die Antwort vielleicht "Ja" heißen, aber auf der persönlichen Ebene bekommt bei Google AdWords so mancher das "Nein" sehr deutlich mit.

Ist man bei Google der Meinung, dass das via AdWords beworbene Geschäftsmodell, spezielle Angebot oder die konkrete Zielseite nicht den Ansprüchen und / oder Richtlinien entspricht, sendet AdWords sehr deutliche Signale aus. Wie das aussehen kann, zeigt die folgende Abbildung.

Qualitätsfaktor in AdWords

Deutlicher kann es kaum sein:

  • Im Status steht "Selten geschaltet, da Qualitätsfaktor zu niedrig"
  • Trotz der zuvor vielleicht brauchbaren Zahlen zu Klicks, CTR und Kosten & Co. erreicht man nun ungeachtet des entweder automatisch auf die "Höchststrafe" von 8,-- Euro oder manuell angehobenen Mond-Maximalgebots nichts mehr
  • Die eingeblendete Spalte zum Qualitätsfaktor weist nur sehr niedrige Werte (1/10 oder 2/10) aus
  • In der Detailansicht zur Statusmeldung ist unmissverständlich zu erkennen, dass es nicht an Relevanz oder Ladezeit liegt. Bleibt nur der Inhalt der Zielseite

In den meisten Fällen ist das Problem der Zielseite auch auf den ersten - oder zweiten - Blick erkennbar und es handelt sich offenkundig um eine Seite, die nur dazu dient, Geld mit Partnerprogrammen zu verdienen oder gar Klicks auf AdSense-Anzeigen zu generieren (MFA = "Made For AdSense"). Oder der Inhalt ist jugendgefährdend, polemisch, sittenwidrig oder sonstwie grenzwertig genug, dass Google die Wahl zwischen Einnahmen durch Werbeschaltung und potentieller Verärgerung des Klickenden zu Ungunsten des Werbetreibenden getroffen hat.

Nicht immer ist diese Entscheidung aber gleich nachvollziehbar; ebensowenig automatisch richtig oder gar dauerhaft. Denn mitunter basiert eine derartige "Stilllegung" auch auf Fehleinschätzungen eines automatischen Systems oder Begutachters aus Fleisch und Blut. Wir empfehlen daher, im Zweifelsfall das Konto durch eine Agentur überprüfen zu lassen und eine realistische Einschätzung der Chancen für eine Wiederaufnahme der Bewerbung einzuholen, wenn sich Missverständnisse auf dem direkten Weg nicht klären lassen. So oder so ist es definitv keine Lösung, das Gebot immer weiter anzuheben oder auf Verdacht an diesem oder jenem Aspekt der Zielseite zu arbeiten, wenn die Weigerung so deutlich ausfällt, wie in der obigen Abbildung gezeigt. Oft genügt es auch, einzelne Passagen auf der Seite anzupassen, Bilder auszutauschen oder den "Spam" zu eliminieren, den andere auf der eigenen Seite hinterlassen haben. Selbst in den Fällen, wo Kosmetik nichts bringt oder das beworbene Angebot tatsächlich nicht geeignet ist, um mittel- oder langfristig (noch weiter) erfolgreich bei Google beworben zu werden, ist ein fundiertes Feedback einer erfahrenen Agentur in der Regel nicht nur effizienter, sondern schlussendlich auch kostengünstiger, als weiter zu versuchen, das Konto irgendwie wieder auf den alten Stand zu bringen...


03.02.2010

Die Anbieter der sogenannten "Gelben-Seiten" sind in der Krise: Die Suche nach Zahnarzt, Steuerberater oder Friseur verlagert sich immer mehr in's Internet ... und dort im deutschsprachigen Bereich speziell zu Google. Ich persönlich hole bei der Post "die Gelben-Seiten" schon seit Jahren nicht mehr ab und ähnliche Branchenbücher, die ungefragt kostenlos im Briefkasten liegen, wandern ebenso ungefragt direkt in die blaue Altpapiertonne. Ich bin vermutlich kein Einzelfall. Bleibt die Flucht der Anbieter in die Online-Welt ... aber dort muss halt gegen Google angekämpft werden:


http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/anhaltende-umsatzeinbrueche-internet-zerzaust-die-gelben-seiten;2523587


Wie sinnvoll und wie einfach es sein kann, anstelle einer Anzeige in den "Gelben-Seiten" lieber gleich direkt bei Google-Adwords potentielle Kunden "abzuholen", zeige ich hier in diesem Video:


Video: Google Adwords statt Gelbe-Seiten 


Nachtrag: Aha ... jetzt ist es schon soweit. Heute steht der GHL-Fritze vor der Tür und liefert vier Exemplare der Mönchengladbacher Gelben-Seiten inkl. Telefonbuch bei uns persönlich ab (und natürlich bei den anderen Firmen im Gebäude). Da bin ich wohl nicht der Einzige, der die Gelben-Seiten in den Post-Statthaltereien nicht mehr abholt. 🙂 So muss man die Exemplare - den wenigen verbleibenden Anzeigenkunden zuliebe - jetzt direkt unter's Volk bringen. An  Dreistigkeit kaum noch zu überbieten ist allerdings, dass jedes Exemplar adressiert und in Folie eingeschweißt ist. Das verhindert, dass man die Teile direkt in der Altpapiertonne entsorgt, sondern man muss sich so auch noch die Mühe machen, die Folie abzuziehen, um diese separat im Gelben Sack zu entsorgen. 🙁


22.01.2010

Trotz Wirtschaftskrise verdiente Google im vierten Quartal 2009 mit Google-Adwords ordentlich Geld: Im Vergleich zum letzten Quartal 2008 zog der Umsatz um 17 % auf 6,67 Milliarden Dollar an. Das zeigt, dass der Online-Handel im Gegensatz zum Einzelhandel von der Wirtschaftskrise weniger betroffen ist:


http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/us-suchmaschinenriese-google-aktie-knickt-nach-zahlen-ein;2516854


Auch bei uns in der Agentur sehen wir eine ähnliche Entwicklung. Online-Shops die vernünftig und clever mit Google-Adwords beworben werden, erzielen eine deutliche Zunahme an Conversions. Gleichzeitig werden aber Keywords aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs teilweise deutlich teurer, weil immer mehr Einzelhändler zusätzlich zu ihrem Ladengeschäft einen Online-Shop eröffnen. Dummerweise gibt es aber nur 11 Scheiben in dem großen Schaufenster auf der ersten Google-Seite 🙁


18.04.2009

Obwohl Google-Adwords Anzeigen pausiert sind, können diese noch weiterhin erscheinen. Aktuell gibt es das Problem bei Adwords, dass alte Anzeigen (z. B. wenn eine Kampagne kopiert und die alte pausiert wurde) weiterhin erscheinen. Zwar nicht auf der Suchseite, allerdings dann, wenn unten rechts auf "Mehr Anzeigen >>" geklickt wird.

Zwar werden laut Aussage von Google keine Klicks berechnet und die Techniker arbeiten an der Beseitigung des Problems, aber gerade im Falle von Abmahnungen ist diese Macke nicht ganz unproblematisch:

Wenn ein Adwords-Inserent im Rahmen einer strafbewehrten Unterlassungserklärung "abgemahnt" wird und Anzeigentexte ändern muss, unterschreibt er halt auch, dass die gerügten Anzeigentexte ab einem bestimmten Stichtag nicht mehr erscheinen! Erscheinen die alten Anzeigentexte weiterhin, ist (im sogn. Wiederholungsfall) in der Regel eine hohe Strafe fällig - deshalb ja auch "Strafbewehrte Unterlassungserklärung". Üblicherweise sitzt nun der gegnerische Abmahnanwalt nach der Fristsetzung zusammen mit zwei weiteren schwurfesten Zeugen vor dem Google-Bildschirm und prüft, ob der abgemahnte Adwords-Inserent weiterhin widerspenstig ist. Erscheinen nun die abgemahnten Anzeigen durch diesen Fehler im Adwords-System (trotz Änderung durch den Inserenten) weiterhin, wäre das für den Adwords-Inserenten nicht nur sehr ärgerlich, sondern auch noch obendrein sehr teuer.

Hoffentlich arbeiten die Adwords-Techniker ruckartig an der Beseitigung dieses Fehlers!

 


01.04.2009

Im Grunde seines Herzes weiß jeder Online-Marketeer, dass mit Bannerwerbung kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Die Klickraten sind sehr niedrig aber dafür die Preise (Abrechnung per TKP) meistens unverschämt hoch. In ganz seltenen Fällen kann es allerdings doch noch einen Grund geben (z. B. Erhöhung der Markenbekanntheit), einige Bannerkampagnen zu schalten.


Da man aber nicht nur auf seinen Bauch hören soll, freue ich, dass Thorsten Brüggemann im befreundeten Unternehmen //Seibert/Media in einem ausführlichen Beitrag einmal ein Kundenprojekt dokumentiert hat und die (prähistorische) Bannerwerbung mit gleichzeitig geschalteten Google Adwords verglichen und gegenübergestellt hat.


Um es vorwegzunehmen und kein bißchen überraschend:


3:0 für Google Adwords im Vergleich zu Bannerwerbung.


In immer mehr Adwords-Konten findet man jetzt schon die Möglichkeit, zwischen der bisherigen altbekannten Benutzerfläche und der neuen Benutzeroberfläche (jaja ... die übliche ewige Beta-Version) hin und her zuschalten:



So wird es wohl schon bald in allen Adwords-Accounts in der Kampagnenübersicht aussehen:



Auch bei der Verwaltung von Keywords und Anzeigen hat sich einiges geändert. Die zukünftige Arbeitsweise ist mehr an die Oberfläche im Adwords-Editor angelehnt. So können Keywords oder Anzeigen nicht nur innerhalb einer Anzeigengruppe angesehen oder bearbeitet werden, sondern auch kampagnenübergreifend:



Mein Eindruck: Mehr bunt, mehr Ajax, mehr Wartezeit ... aber schon deutlich übersichtlicher als die bisherige Adwords-Benutzeroberfläche. In vielen Bereichen hat sich die Funktionalität ordentlich verbessert, z. B. kann durch Klick auf das Keyword-Gebot direkt ein neues Gebot an dieser Stelle eingegeben werden, ohne erst lange "ankreuzen" und dann auf "Keyword-Einstellungen" zu gehen:



Ärgerlich allerdings ist, dass man die Klickrate (CTR) und die Kosten der Keywords immer noch nicht manuell verändern kann 🙁


Auch kann der Name einer Anzeigengruppe ohne weitere Umwege schnell (in der Zeile selbst) geändert werden. Umständlicher sind dagegen die neuen Kampagneneinstellungen: Reichte es bislang aus, z. B. das bei neuen Kampagnen immer voreingestellte Contentnetzwerk (oder die meistens vollkommen überflüssige Ausgabe auf iPhones oder anderen Mobilfunkgeräten) mit einem einzigen Klick zu deaktiveren, muss jetzt vergleichsweise umständlich erst noch dieser Eingabebereich "sichtbar gemacht werden", um (für unerfahrene Adwords-Nutzer) überhaupt "als abschaltbar" erkennbar zu werden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.


Aus welchem Grund auch immer fehlt der Budgetvorschlag. Der wird zwar vermutlich weiterhin per separat eingeblendeter Warnmeldung unmißverständlich sein ... aber das klappt ja auch nicht immer automatisch und oft genug sieht man erst anhand der Berichte oder aber beim Klick auf den (bisherigen) Budgetvorschlag in den Kampagneneinstellungen, dass das Tagesbudget viel zu niedrig ist - oder aber die Klickpreise viel zu hoch. Vermutlich wird aber eine Warnung wegen zu niedrigem Tagesbudget zukünftig per AJAX-O-Matic eingeblendet.


Bildschirmhersteller dürfen sich schon freuen: Nachdem wir unsere Arbeitsplätze gerade von 22"-Bildschirmen auf 24" umgerüstet haben, ist jetzt langsam aber sicher wohl 42"-Fernsehbildschirm angesagt, wenn man die bisher üblichen Spalten bei der Keyword-Ansicht weiterhin alle ohne Scrollen im Überblick haben möchte. Zwar wird der Qualitätsfaktor nun bereits direkt als x/10 und nicht mehr nur mit "gering", "ok" oder "hoch" eingeblendet, dass aber erst, nachdem man nach rechts gescrollt hat 🙁


Insgesamt eine durchweg positive Verbesserung ... aber es bleibt noch etwas zu tun. Mal sehen, wann die neue Adwords-Benutzeroberfläche in allen Adwords-Konten aktivierbar ist. Für die schnelle Bearbeitung von mehreren Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen und Keywords bleibt der Adwords-Editor aber weiterhin erste Wahl.


31.03.2009

Zur Zeit gibt es leider ein Problem bei der Datenübergabe zwischen Google Adwords und Google Analytics: Die Klicks, CTR, Kosten usw. unter [Zugriffsquellen] - [Adwords] - [Adwords Kampagnen] werden nicht mehr angezeigt, sondern nur noch die Anzahl der Zugriffe. Daten bis Sonntag den 29.3.09 sind vorhanden, bei den betroffenen Kunden-Accounts ist sowohl "Kostendaten übernehmen" in Analytics als auch "Automatische Verlinkung" im Adwords Konto aktiviert.

Ärgerlich, wenn dadurch Daten fehlen würden, die man für Vergleichszeiträume braucht 🙁

Aktuelles Update zu diesem Problem unter www.twitter.com/google_agentur



13.03.2009

Seit ein paar Tagen besteht im Rahmen der Google Conversion University die Möglichkeit, seine Qualifikation im Bereich Web Analytics (und speziell beim Thema Google Analytics) im Rahmen eines Test unter Beweis zu stellen. Dieser Test umfasst 70 Fragen die in 90 Minuten beantwortet werden müssen.


Da wir (Markus Baersch und Michael Gandke) uns schon seit längerer Zeit mit dem Thema Web Analytics, Landingpage-Optimierung und Usability intensiv beschäftigen, konnte der Test ohne weitere Vorbereitung angegangen und in ca. 35 Minuten erfolgreich bestanden werden. Speziell für Anfänger im Bereich Web Controlling und Google Analytics sind aber auch jede Menge interessante Videos und viele Informationen (z. Z. nur in Englisch) verfügbar, die einen guten Einstieg in das Thema Besuchertrends und Website Optimierung bieten.




Diese Qualifikation ist 18 Monate nach Testdatum gültig. Mehr Infos über das Thema Conversionstarke Websites mit guter Usability hier im Usability-Blog ... Die in letzter Zeit ordentlich aktualisierte Google Conversion University wohnt hier ...


24.02.2009

In letzter Zeit werden wir häufiger gefragt, ob wir mit unserer Adwords-Agentur die Betreuung und Optimierung von Adwords-Konten auch gegen einen prozentualen Aufschlag auf die Google-Werbekosten durchführen könnten. Ja klar ... wir könnten das natürlich, aber wir machen das  nicht, weil wir diese Werbekostenbeteiligungen für unfair (bis hin zu unseriös) halten:


Angenommen, Sie geben im Monat 1.000,- € mit Ihrem Google-Konto aus und wir erhalten davon für unsere Optimierung und Dienstleistungen rund um Ihr Adwords Konto 10 % Vergütung. Das wären monatlich 100,- €. Diese 100,- € entsprechen etwa unserem Fixpreis von 99,- €, ab der wir Google-Adwirds-Konten optimieren und betreuen. Mal weiter angenommen, Sie hätten nur 300,- oder 500,- € monatliche Ausgaben bei Google, dann würden wir etwa 50,- € erhalten. Eine qualifizierte Dienstleistung können wir für 50,- € im Monat nicht erbringen, da selbst die Überarbeitung und Neupositionierung eines kleineren Adwords-Kontos schon schnell eine oder zwei Stunden dauern kann. In einer Stunde gelingt eine zielgerichtete Überarbeitung auch nur dann, wenn man mehr jähriges Know-how hat und gleichzeitig entsprechende Optimierungstools verwendet und sich auf eine Kampagne und ein oder zwei Anzeigengruppen beschränkt. Dann muss in den Tagen nach der Kontoüberarbeitung das Konto mehrfach überprüft und nachgesteuert werden, was jedes Mal mindestens weitere 10 Minuten benötigt. So sind wir selbst im besten Fall bei einem kleinen Adwordskonto schon mindestens zwei Stunden monatlich beschäftigt. Stundenlohn bei 50,- € "Umsatzprovision" somit 25,- €. Dafür arbeiten bestenfalls notdürftig angelernte Aushilfskräfte (auf Minijob-Basis). Spezialisierte Mitarbeiter, die mehrjährige Erfahrung in der Kontenbetreuung und Adwords-Optimierung haben, arbeiten für diesen Stundensatz nicht. Zumindestens nicht bei uns ... in Indien oder China vielleicht 🙂


Eine Adwords-Optimierung muss der Agentur Spaß machen. Oder möchten Sie etwa, dass sich irgendwelche Hilfskräfte oder die zweite Garnitur mit Ihrem Adwords Konto beschäftigen? Sicherlich nicht, also lassen Sie die Agentur leben.


Aber der Abrechnungsmodus für die Adwordsoptimierung soll ja nicht nur für die Agentur fair sein, sondern erst recht für Sie als Kunden. Jetzt kommen wir zu dem eigentlichen Problem bei prozentualen Aufschlägen auf Ihre Adwords-Werbekosten: Bleiben wir mal für Optimierung und Betreuung bei den 10 % als zusätzliche Umsatzprovision auf Ihre Adwords-Kosten. Viele Google-Accounts haben monatliche Kosten von mehreren 10.000,- €. Schon bei einem Monatsumsatz von 10.000 € würden wir als Agentur durch diese Umsatzprovision 1.000 € für unsere Dienstleistungen erhalten. Viel Umsatz, viel Betreuungsaufwand ... könnte man meinen.


Nun ist es aber nicht immer so, dass Adwords-Konten mit hohen monatlichen Kosten auch viel Aufwand bei der Betreuung verursachen. Klar: Ein sehr umfangreicher Onlineshop mit vielen Kampagnen in verschiedenen Ländern und sehr vielen Produktgruppen (und jeder Artikel wird auch noch einzeln beworben und verlinkt), bedeutet in der Regel viele Stunden Betreuungsaufwand im Monat. In solchen Fällen sind 1.000,- € Honorar für eine Adwords-Agentur durchaus angebracht, wenn sich Mitarbeiter mit der nötigen Hingabe und Aufmerksamkeit um Ihr Adwords-Konto kümmern sollen.


Aber in vielen Fällen werden lediglich mit sehr hohen Tagesbudget teure Suchbegriffe aus Bereichen mit vielen Mitbewerbern (und entsprechend hohen Klickpreisen) beworben. So erreicht man schon mit recht wenigen Suchbegriffen Ausgaben bei Google-Adwords in Höhe von 20.000,- oder 30.000,- €, wenn man unter den ersten drei Positionen mitspielen möchte. Der Aufwand für die Betreuung solcher Konten liegt monatlich etwa bei vier bis fünf Stunden. Selbst wenn man täglich Suchbegriffe anhand des CPOs (Cost-per-Order, Kosten pro Conversion) neu positioniert, wird man als Agentur nicht mehr als vielleicht 8 Stunden pro Monat Ihren Account betreuen müssen. Sofern man seinen Job versteht! Macht bei 3.000,- € monatlicher Werbekostenbeteiligung dann einen Stundenlohn von weit über 300,- €. Klasse ... immer her damit, das Anfrageformular ist übrigens rechts oben ... das ist wahrlich fette Beute. 🙂


Aber mal abgesehen von dem in diesen Fällen extrem hohen Stundenlöhnen, die Sie einen Mitarbeiter Ihrer Agentur bezahlen würden, gibt es bei der Abrechnung anhand einer Ausgabenbeteiligung noch ein viel größeres Problem für Sie. Eine gute Adwordsoptimierung bedeutet nämlich nicht zwangsläufig, dass Kosten eingespart werden sollen. Wenn Sie viele Verkäufe oder viele Anfragen für einen guten durchschnittlichen Preis (CPO) erhalten, würde jeder Adwords-Kunde sicherlich gerne Tausende oder gar 10.000,- € monatlich Google "in den Rachen schmeißen". Das gewünschte Ergebnis, eine Umsatzsteigerung und entsprechendes Firmenwachstum, heiligt dann die eingesetzten Werbemittel.


Das Problem ist vielmehr, dass eine Agentur die Ihr Konto anhand einer Beteiligung an Ihren monatlichen Google-Ausgaben betreut, kaufmännisch orientiert denken wird und soviel wie möglich Umsatz beziehungsweise Gewinn erwirtschaften möchte. Und wie kann man ganz schnell zusätzlichem Umsatz erwirtschaften, wenn man an Ihren Werbekosten beteiligt ist? Einfach Ihre Google-Kosten künstlich hochpushen!


Wie einfach man den Qualitätsfaktor einer Anzeigengruppe niedrig halten kann, um die durchschnittlichen Klickpreise entsprechend nach oben zu puschen, habe ich hier ja schon ausführlich aufgezeigt.


So kann man relativ leicht Ihre monatlichen Kosten entsprechend "nach oben anzupassen", obwohl die Kosten pro Conversion immer noch (rein optisch) in einem für Sie recht erträglichen Rahmen laufen. Trotzdem haben Sie monatlich vielleicht 2.000,- oder 3.000- € zum Fenster herausgeschmissen, indem einfach noch die falschen Suchbegriffe in Ihrem Adwords-Konto verhanden sind, die Ihr Angebot nicht genau genug beschreiben. Ist es wirklich in Ihrem Sinne, monatlich nicht nur an Google zu viel Geld zu bezahlen, sondern auch noch 10 % dieser unnötigen Ausgaben Ihrer Agentur als "Leistungsprovision" bezahlen zu müssen? Vermutlich nicht.


Aus diesen beiden Gründen halten wir von einer prozentualen Vergütung auf Basis Ihrer Werbekosten bei Google-Adwords überhaupt nichts. Ein sinnvolles faires Mittelmaß wird sich kaum finden lassen. Entweder verdient die Agentur zu wenig und kümmert sich nicht ordentlich um Ihr Konto oder, wenn Sie monatlich hohe Umsätze bei Google-Adwords haben, wird man sich bestimmt mit großer Begeisterung Ihrem Google Konto widmen, denn pro 1.000,- € zusätzliche monatliche Werbekosten fließen leicht verdiente 100,- € in die Agenturkasse.


Unserer Meinung nach gibt es zwei gute und bewährte Abrechnungsmodelle, die sowohl für den Kunden als auch für die Agentur fair und transparent sind:


1. Monatliche Fixpreise für das Einstellen, Optimierung und Betreuung Ihrer Adwords-Kampagnen und Anzeigengruppen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung aus tausenden von Kampagne sehen wir sehr schnell, wie hoch unser Aufwand sein wird und können ein für beide Seiten faires Angebot machen. Dabei kann der erstmaligen Aufwand auf Wunsch und bei Bedarf höher liegen (und teurer abgerechnet werden) während sich die monatliche Betreuung dadurch entsprechend ermäßigt, z. B. bei der umfangreichen Einrichtung oder Reorganisation eines großes Online-Shop-Accounts mit tausenden Artikeln, die z. B. schnell mal 15 Arbeitsstunden dauern kann, aber später monatlich bestenfalls drei Stunden kontrolliert und nachgesteuert werden muss.


2a. Alternativ besteht häufig die Möglichkeit einer leistungsabhängigen Abrechnung auf Basis von messbaren Conversions (also der Zielerreichung / Umwandlungsrate auf Ihrer Website), zum Beispiel ein Festbetrag für jede Newsletter-Anmeldung oder Anfrage oder auch für jede Kundenbestellung in Ihrem Shop-System ... natürlich nur, wenn ein vorher festgelegter Ziel-CPO (als der maximale Preis einer Conversion) nicht überschritten wird.


2b. Denkbar ist auch noch eine spannende Variante der leistungsabhängigen Abrechnung, wenn Sie schon längere Zeit das Google-Conversion-Tracking und ein brauchbares Web-Controlling aktiviert haben und wir bei einer Konto-Analyse sehr schnell sehen, dass bei den Kosten pro Conversion in Ihrem Adwords-Konto noch deutliches Potenzial nach unten besteht ... und Sie uns das nicht glauben 🙂 In diesem Fall könnten wir eine prozentuale Vergütung auf die für Sie eingesparten Conversion-Kosten erhalten.


Ein Beispiel: Ihr bisheriger CPO liegt nie unter 20,- € und damit sind Sie schon recht zufrieden. Wir sind allerdings der Ansicht, dass Sie (bei gleichbleibender Anzahl an Conversions!) pro Conversion nach guter Optimierung Ihres Adwords-Kontos vielleicht nur 12,- € bezahlen müssten (was für Sie ein sehr erfreuliches Ziel wäre) ... dann teilen wir uns Ihre Einsparung und erhalten von den eingesparten acht Euro 50 % Provision, also vier Euro. Aber solche Abrechnungsvarianten gehen schnell in Richtung Business-Development ... aber können sehr spannend für beide Partner sein.


22.01.2009

Der Bundesgerichtshof hat am 22.1.2009 wieder drei Urteile zur Verwendung von Marken in Google-Adwords veröffentlicht.

Eine Markenverletzung wurde dabei verneint. Achtung: In den entschiedenen Fällen enthielt die Anzeige weder die als Suchwort verwendete fremde Marke (Zeichen), noch sonst einen Hinweis auf den Markeninhaber oder auf die von ihm angebotenen Produkte!

Die Pressemitteilung des BGH hier ...

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2009&Sort=3&nr=46687&pos=0&anz=17

 


09.01.2009

Verschiedene Studien gehen davon aus, dass Suchmaschinenoptimierung speziell im Jahr 2009 ein großes Thema sein wird. Brancheninsider überrascht das allerdings nicht, denn die sogenannte "Geheimwissenschaft" ist sicherlich eine der preiswertesten Möglichkeiten, deutlich mehr Besucher über Suchmaschinen zu erhalten. Das andere große Thema im Online-Marketing ist die Suchwortvermarktung (Keyword-Advertising), zum Beispiel mit Google-Adwords, Yahoo-Search-Marketing, Miva oder anderen (deutlich unbedeutenderen) Anbietern.


Wie international-world Business berichtet, spielen mehr als zwei Drittel (68 %) der befragten Unternehmen mit dem Gedanken, ab 2009 Suchmaschinenoptimierung professionell zur Besuchersteigerung der eigenen Website einzusetzen. Da scheint sich interessanterweise nach einigen Jahren wieder eine Kehrtwende anzubahnen. Viele Unternehmen haben so zum Beispiel um das Jahr 2003 herum resigniert festgestellt, dass es kaum möglich ist, bei allgemeinen Suchbegriffen in Suchmaschinen wie Google oder Yahoo einen Platz auf der ersten Seite zu erzielen. Damals (etwa 2004 und 2005) begann der Siegeszug der Suchwortvermarktung, weil zur damaligen Zeit viele Bereiche (Suchbegriffe, Branchen) noch nicht so hart preislich umkämpft waren wie heute. Damals war es relativ einfach, mit vielen, sehr allgemeinen Suchbegriffen ordentlich Traffic auf seine Website zu bekommen, den man mit niedrigen Klickpreisen von wenigen Cents bei Google-Adwords einkaufen konnte. Für wenige Cents bekommt man mittlerweile (Stand Anfang 2009) bei Google so gut wie gar keine Suchbegriffe mehr, erst recht nicht solche, "die verkaufen". Diese Conversion-starken Suchbegriffe sind leider mittlerweile sämtlichen Mitbewerbern ebenfalls bekannt und alle bieten munter ebenfalls auf eine Position innerhalb der ersten Googleseite. Dummerweise hat die erste Seite bei Google-Adwords nur maximal 11 Anzeigen ... aber es gibt ja so viele Mitbewerber.


Schon im letzten Jahr (2008) ist uns bei vielen Anfragen aufgefallen, dass Interessenten nicht nur an einer reinen Adwords-Betreuung interessiert waren, sondern ganz gezielt auch eine Verbesserung ihrer Suchmaschinenpositionen auf der linken Seite (generischer Index) erzielen wollten. Häufig war leider die technische Umsetzung der Website bereits so katastrophal, dass man nur mit erheblichem Aufwand die Seiten überhaupt für den Googlebot hätte lesbar machen können. Von ebenfalls nicht ganz unwichtigen Rankingkriterien wie Backlinks (Linkaufbau) und gutem eindeutig-thematischen Content mal ganz zu schweigen.


Die Kombination von Suchmaschinenoptimierung der Website und Suchwortvermarktung mit Google-Adwords ist immer dann ganz besonders interessant, wenn man noch nicht genau weiß, nach welchen Suchbegriffen potenzielle Kunden das Angebot überhaupt suchen. Es macht schließlich recht wenig Sinn, monatelang - teilweise jahrelang - auf Suchbegriffe zu optimieren und dann vielleicht eine Position auf der ersten Seite bei Google zu erreichen, wenn Suchmaschinenbenutzer bei solchen Suchbegriffen mehr an Informationen als an Käufen interessiert sind. Zwar kann man anhand einer Keyword-Analyse herausfinden, nach welchen Suchbegriffen tatsächlich gesucht wird und anhand von den zusätzlich eingegebenen Suchwörtern (zum Beispiel „kaufen“, „bestellen“, „buchen“ usw.) kann man prinzipiell Informationensucher und kaufwillige Nutzer selektieren ... aber die Stunde der Wahrheit kommt immer erst dann, wenn man mit seinem Web-Controlling überprüft, welche Suchbegriffe denn nun tatsächlich "funktioniert" haben.


Häufig erlebt man dann - nach monatelanger aufwändiger Suchmaschinenoptimierung - die große Überraschung: Dass sehr allgemeinen Suchbegriffe - mit denen man sich unbedingt bei Google auf Platz eins sehen wollte - zwar ordentlich Traffic auf die Website bringen, aber die Nutzer dummerweise nicht gekauft haben ... viel Aufwand war vergebens.


Wir bevorzugen es, lieber mit verkaufsstarken Suchbegriffen gute Positionen vor Mitbewerbern zu erreichen, als mit großem Aufwand falsche Keywords zu optimieren.


Dazu analysieren Sie mit einer Keyword-Analyse ersteinmal, welche Suchbegriffe überhaupt Ihr Angebot gut beschreiben und auch in Suchmaschinen gesucht werden. Als nächsten Schritt sollten bezahlte Kleinanzeigen bei Google-Adwords geschaltet werden. So wird Ihre Website bei Google schnell sichtbar und wenn das Conversion-Tracking aktiviert ist, erkennt man schon nach kurzer Zeit, welche Suchbegriffe "verkaufen". Mit diesen Suchbegriffen können jetzt die einzelnen Seiten optimiert werden.


Google-Adwords (inkl. Conversion-Tracking) und Suchmaschinenoptimierung sind so keine "Gegner", sondern unterstützen sich gegenseitig.


08.01.2009

In den letzten Tagen erreichen uns vermehrt Anrufe von Noch-Kunden anderer Adwords-Agenturen, die sich darüber aufregen, dass die in den letzten Jahren kostenlose Betreuung ihrer Adwords-Konten plötzlich ab Januar 2009 Geld kosten soll. Auf einmal sollen im Monat zwischen 500 oder gar 2.000 € bezahlt werden, für etwas was in den letzten Jahren nicht berechnet wurde.


Die Betreuung eines gut laufenden Adwords-Kontos ist sehr aufwändig und erfordert eine Menge Know-how, wenn gute Ergebnisse (wie zum Beispiel viele Verkäufe oder Anfragen) erzielt werden sollen. Nebenbei ist das nicht zu machen. Die Frage ist natürlich, wie konnte diese durchaus aufwändige Betreuung der Adwords-Kundenkonten die letzten Jahre überhaupt umsonst angeboten werden?


Das ist schnell erklärt: Google hat an ausgewählte Agenturen Provisionen (Rückvergütungen, Kickback) in Höhe von 3-7 % der erzielten Kundenumsätze wieder ausgeschüttet. Wenn über das Adwords-Konto des Kunden zum Beispiel im Monat 50.000 € Adwords Umsatz gelaufen sind, erhielt die Agentur darauf zum Beispiel 2.500 € monatliche Rückvergütungen von Google. Für 2.500 € kann sich selbst ein sehr qualifizierter (und damit teurer) Mitarbeiter schon die eine oder andere Stunde im Monat mit einem Adwords Konto beschäftigen.


Irgendwie naheliegend ist sicherlich, dass diese Provisionen umso höher ausfielen, je mehr Umsätze mit den Kundenkonten erzielt wurden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt! Ist es doch für einen guten Kenner von Google Adwords ein leichtes, die durchschnittlichen Klickpreise entsprechend nach oben anzupassen, indem der Adwords-Qualitätsfaktor entsprechend "künstlich" nach unten korrigiert wird. Dazu müssen nur einige stark nachgefragte Suchbegriffe mit schlechter Klickrate (CTR) im Adwords-Konto selbst verwendet werden, die über die Anzeigen und den Qualitätsfaktor der Anzeigengruppe auch sämtliche anderen - durchaus gut funktionierenden - Suchbegriffe entsprechend mit nach unten ziehen. Wie es andersherum richtig wäre und wie man bei Google-Adwords unbrauchbare Suchbegriffe erkennt und erfernt, zeige ich hier ...


Dadurch wird im Monat schnell mal der eine oder andere Tausender bei Adwords mehr ausgegeben und 3-7 % dieser monatlichen Ausgaben kommen auch der Agentur über die Rückvergütungen wieder zugute. Interessanter Interessenkonflikt übrigens: Die Agentur möchte insgeheim so viel wie möglich Adwords-Budget ausgeben, der Kunde möchte pro Conversion so wenig wie möglich bezahlen. Das passt irgendwie nicht zusammen. Das gilt übrigens nicht nur für Rückvergütungen von Google, sondern für alle Agenturprovisionsmodelle, die sich am Umsatz bei Adwords orientieren.


Ich persönlich sehe eine Agentur immer als "das neutrale Gewissen" und als ertragsorientierten Erfüllungsgehilfen ihres Kunden an. Monetäre Interessenkonflikte sollte es dabei nicht geben, nur so kann man objektiv und neutral seine Kunden beraten. Der jahrelange Aufbau von Spezialwissen und intime Kenntnisse von Google Adwords anhand von tausenden von Adwords-Kampagnen ist sein Geld wert. Dienstleistungen im Bereich der Adwords-Betreuung, Suchmaschinenmarketing und Verkaufsoptimierung von Websites schaffen bei Kunden hohe Werte und müssen so dem Dienstleister (also der Agentur) auch entsprechend vergütet werden. Gute Adwords-Agenturen - das sind die, die für ihren Kunden Mehrwert schaffen - werden keine Probleme damit haben, gute erfolgsorientierte Leistungen auch in Rechnungen umzuwandeln.


Ach so, kommen wir noch einmal zu der Frage: "Wieso kostet die bisher kostenlose Adwords-Betreuung denn nun plötzlich Geld?"


Google hat dieses so genannte Best-Practice-Funding-Programm (BPF) zum Januar 2009 auslaufen lassen. Für durch ihre Kunden erzielten Umsätze bei Google-Adwords erhalten Agenturen nun keine Rückvergütungen mehr direkt durch Google. Das hinterlässt bei einigen Agenturen nun eine schmerzhafte Liquiditätslücke, besonders bei den Agenturen, die in den letzten Jahren die Verwaltung und Betreuung von Adwordskonten ihren Kunden "umsonst" angeboten hatten. Da aber Suchmaschinenmarketing-Spezialisten leider (und für manchen Agenturkunden vollkommen überraschend) nicht umsonst arbeiten, ist es nun ab Januar 2009 erforderlich diese Betreuung der Adwords-Konten zu "normalen marktüblichen" Preisen zu berechnen.


Muss jeder selbst wissen, ob man sich dann dort noch gut aufgehoben fühlt ...


11.12.2008

Ein guter Marketingplan ist mit die wichtigste Grundlage für dauerhafte und erfolgreiche Neukundengewinnung. Leider ist das bei vielen Unternehmen und Freiberuflern noch nicht so ganz angekommen. Denn wenn wir in unseren Adwords-Seminaren auf das Thema Anzeigentexte kommen, ist mit der wichtigste Tipp natürlich "Beschreiben Sie Ihr Angebot so genau wie möglich, stellen Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale heraus". Beim Thema Zielseiten der Anzeigen ist der wichtigste Tipp dann immer "Lösen Sie ein Problem Ihres potentiellen Kunden ... und nennen Sie potentiellen Kunden immer mindestens einen guten Grund, warum er zu Ihnen gehen soll und nicht zur Konkurrenz".


Ja ... und spätestens dann schauen wir in eine Menge erstaunte Gesichter 🙁


Leider ist es oft übliche Praxis - gerade im Bereich Existenzgründer - erstmal munter vor sich hin "zu arbeiten" ... schließlich müssen die Aufträge der zwei oder drei Kunden, wegen derer man überhaupt in die Selbstständigkeit gestartet ist, abgearbeitet werden ... die neuen Kunden werden mit der Zeit schon irgendwie kommen. Aber von alleine kommen neue Kunden nie, schon gar nicht, wenn der Herr Unternehmer noch nicht mal selbst einen guten Grund nennen kann, welches der Probleme seiner Kunden er überhaupt lösen kann. Auch eine Anzeigenschaltung über Google Adwords - so effizient das normalerweise im Vergleich zu langweiligen inhaltsleeren Imagebroschüren auch sein mag - macht so wenig Sinn. Das gesamte Werbebudget läuft dann häufig unter dem Motto "Geld zum Fenster rausschmeissen".


An Anfang aller Werbung sollte deshalb alle Marketing- und Werbungsaktivitäten erstmal überdacht und strukturiert werden. Erster Schritt ist deshalb ein kurzer (aber knackiger) Marketingplan, bevor planlos Geld in Werbung investiert wird. Hier mal die wichtigsten Punkte, die ein brauchbarer Marketingplan enthalten sollte. Für unsere Seminarteilnehmer dient er als Checkliste, ich habe noch zusätzliche Kommentare und einige Beispiele hinzugefügt, die "die Tonspur" bei den Seminaren zwar nicht ersetzen kann, aber schon recht hilfreich ist:


Warum brauchen wir überhaupt einen Marketingplan?


Ein Marketingplan ist wichtig, weil er uns Ziele vorgibt. Ohne Ziel ist jeder Weg der richtige! Deshalb den Marketingplan besser kurz halten, damit wir uns eindeutig auf wenige Ziele konzentrieren können. Auf diese Ziele aber dann dafür richtig!


- Weiterhin wissen alle Beteiligte (z. B. eigene Mitarbeiter, externe Dienstleister), welche Ziele wir erreichen wollen und wie wir diese Ziele erreichen wollen.


Vermuten wir noch oder wissen wir schon?



  • Sind weitere Recherchen nötig?
  • Haben wir alle nötigen Informationen?
  • Mit wie vielen Kunden bereits selbst gesprochen?

Ach so: Ein oder zwei Stunden "googlen" kann Wunder wirken und zu "vollkommen neuen" Erkenntnissen über Mitbewerber und/oder die Marktsituation führen. Hinterfragen Sie den Marketingplan laufend! Stimmen die bisherigen Annahmen oder die Werbemaßnahmen noch oder muss weiter optimiert werden?
 
Mit einem Marketingplan wird das Marketing nicht dem Zufall überlassen!


Ein bis zwei Seiten reichen vollkommen aus, um die wichtigsten Ziele und Aktionen festzuhalten. Wichtig ist, dass nicht nur eine einzelne Aktion durchgeführt wird, sondern eine Marketing-Kampagne mit mehreren miteinander verbundenen Aktivitäten.


Hier gehts im Marketingplan weiter mit "Welche Mission hat unser Unternehmen?"


10.12.2008

Im letzten Beitrag wurde geklärt, warum ein Marketingplan für die Neukundengewinnung einer Firma wichtig ist, und seine Erstellung und Umsetzung sehr ernst genommen werden muss. Der erste Schritt eines Marketingplans sind jetzt erstmal allgemeine Überlegungen: Welches Gesicht hat unser Unternehmen eigentlich?

Welche Mission hat unser Unternehmen?

Beschreiben Sie in einem Satz, welche Mission Ihr Unternehmen hat – also welche Daseinsberechtigung aus Sicht der Kunden am Markt besteht.

Beispiele:

  • Wir unterstützen kleine und mittelständige Unternehmen in ihrem Bestreben, mehr profitable Kunden zu gewinnen.
  • Ich helfe Existenzgründern erfolgreich selbständig zu werden.
  • Wir helfen Unternehmen Liquidität zu sichern und auszubauen.

Falsch, weil nur Phrasen:

"Wir verstehen uns als leistungsstarker Partner unserer Kunden"

Auch falsch, weil nur Aufzählung von Geschäftstätigkeiten:

"Wir bieten unseren Kunden Beratung in den  Bereichen Marketing, Werbung und Gestaltung."

Was wollen Sie für Ihre Kunden erreichen?

  • Wem helfen Sie mit Ihrem Produkt oder mit Ihrer Dienstleistung?
  • Welche Probleme der Kunden überwinden Sie?
  • Welches Ziel erreichen Sie für Ihren Kunden?

Die Mission Ihres Unternehens ist langfristig gültig und entspringt einem Grundbedürfnis der Kunden:

  • Expandieren
  • neue zahlungskräftige Kunden gewinnen
  • alte Kunden binden
  • hohes Ansehen in der Öffentlichkeit ...

Warum eine Mission?

Weil wir danach wissen, wohin die Reise geht. Wir treten mit echter Überzeugung auf und überzeugen so auch andere Menschen.

Vorsicht vor Phrasen / Vorsicht Aufzählung Geschäftstätigkeit / Geschäftszweck:

Viele gebräuchliche Begriffe sind nur Mittel zum Zweck. Der Zweck muss klar formuliert werden! Auf eindeutiges Ziel hinarbeiten: Verwenden Sie als Arbeitshilfe das Denkmodell Vorher / Nachher:

Vorher: Die Homepage ist alt, ein Friedhof und kostet nur Geld.
Nachher: Die Homepage bringt täglich neue Kunden und verdient Geld.

Probieren Sie die folgende Arbeitshilfe aus, um Ihre Mission leichter zu finden:

Ich unterstütze diese Zielgruppe von Unternehmen oder Menschen

 

__________________________________________________________

in ihrem Bestreben, dieses Problem zu überwinden oder dieses Ziel zu erreichen:

 

__________________________________________________________

Dafür biete/benötige ich (zurzeit) folgende Leistungen, Produkte, Problemlösungen:

 

__________________________________________________________

Eine Mission bringt Ihr vielfältiges Leistungsangebot auf einen gemeinsamen Nenner.

Checkliste Mission:

  • Maximal 10 bis 15 Worte
  • Alltagssprache, kein Fachchinesisch
  • emotional, motivierend
  • beschreibt das Resultat unserer Tätigkeit, nicht unsere Dienstleistungen
  • konzentriert sich auf einen Beitrag zum Erfolg des Kunden
  • richtet sich auf den Kundennutzen, nicht auf  eigene Geschäftsziele
  • entspringt einem langfristigen Grundbedürfnis unserer Zielgruppe

Ach so ... meine Mission ist:

Als Spezialist und Experte für Internet-Marketing, Suchmaschinen-Marketing & Software-Entwicklung unterstütze ich Unternehmen dabei, im Internet neue profitable Kunden zu gewinnen.

Hier gehts im Marketingplan weiter mit "Welches Ziel hat Ihr Unternehmen".




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Suchmaschinen-Marketing
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