26.06.2009

Wer immer schon mal wissen wollte, welche Domains "zusammengehören", findet diese Informationen auf die Schnelle hier ...

http://spyonweb.com/?q=www.meine-domain.de

 


09.01.2009

Verschiedene Studien gehen davon aus, dass Suchmaschinenoptimierung speziell im Jahr 2009 ein großes Thema sein wird. Brancheninsider überrascht das allerdings nicht, denn die sogenannte "Geheimwissenschaft" ist sicherlich eine der preiswertesten Möglichkeiten, deutlich mehr Besucher über Suchmaschinen zu erhalten. Das andere große Thema im Online-Marketing ist die Suchwortvermarktung (Keyword-Advertising), zum Beispiel mit Google-Adwords, Yahoo-Search-Marketing, Miva oder anderen (deutlich unbedeutenderen) Anbietern.


Wie international-world Business berichtet, spielen mehr als zwei Drittel (68 %) der befragten Unternehmen mit dem Gedanken, ab 2009 Suchmaschinenoptimierung professionell zur Besuchersteigerung der eigenen Website einzusetzen. Da scheint sich interessanterweise nach einigen Jahren wieder eine Kehrtwende anzubahnen. Viele Unternehmen haben so zum Beispiel um das Jahr 2003 herum resigniert festgestellt, dass es kaum möglich ist, bei allgemeinen Suchbegriffen in Suchmaschinen wie Google oder Yahoo einen Platz auf der ersten Seite zu erzielen. Damals (etwa 2004 und 2005) begann der Siegeszug der Suchwortvermarktung, weil zur damaligen Zeit viele Bereiche (Suchbegriffe, Branchen) noch nicht so hart preislich umkämpft waren wie heute. Damals war es relativ einfach, mit vielen, sehr allgemeinen Suchbegriffen ordentlich Traffic auf seine Website zu bekommen, den man mit niedrigen Klickpreisen von wenigen Cents bei Google-Adwords einkaufen konnte. Für wenige Cents bekommt man mittlerweile (Stand Anfang 2009) bei Google so gut wie gar keine Suchbegriffe mehr, erst recht nicht solche, "die verkaufen". Diese Conversion-starken Suchbegriffe sind leider mittlerweile sämtlichen Mitbewerbern ebenfalls bekannt und alle bieten munter ebenfalls auf eine Position innerhalb der ersten Googleseite. Dummerweise hat die erste Seite bei Google-Adwords nur maximal 11 Anzeigen ... aber es gibt ja so viele Mitbewerber.


Schon im letzten Jahr (2008) ist uns bei vielen Anfragen aufgefallen, dass Interessenten nicht nur an einer reinen Adwords-Betreuung interessiert waren, sondern ganz gezielt auch eine Verbesserung ihrer Suchmaschinenpositionen auf der linken Seite (generischer Index) erzielen wollten. Häufig war leider die technische Umsetzung der Website bereits so katastrophal, dass man nur mit erheblichem Aufwand die Seiten überhaupt für den Googlebot hätte lesbar machen können. Von ebenfalls nicht ganz unwichtigen Rankingkriterien wie Backlinks (Linkaufbau) und gutem eindeutig-thematischen Content mal ganz zu schweigen.


Die Kombination von Suchmaschinenoptimierung der Website und Suchwortvermarktung mit Google-Adwords ist immer dann ganz besonders interessant, wenn man noch nicht genau weiß, nach welchen Suchbegriffen potenzielle Kunden das Angebot überhaupt suchen. Es macht schließlich recht wenig Sinn, monatelang - teilweise jahrelang - auf Suchbegriffe zu optimieren und dann vielleicht eine Position auf der ersten Seite bei Google zu erreichen, wenn Suchmaschinenbenutzer bei solchen Suchbegriffen mehr an Informationen als an Käufen interessiert sind. Zwar kann man anhand einer Keyword-Analyse herausfinden, nach welchen Suchbegriffen tatsächlich gesucht wird und anhand von den zusätzlich eingegebenen Suchwörtern (zum Beispiel „kaufen“, „bestellen“, „buchen“ usw.) kann man prinzipiell Informationensucher und kaufwillige Nutzer selektieren ... aber die Stunde der Wahrheit kommt immer erst dann, wenn man mit seinem Web-Controlling überprüft, welche Suchbegriffe denn nun tatsächlich "funktioniert" haben.


Häufig erlebt man dann - nach monatelanger aufwändiger Suchmaschinenoptimierung - die große Überraschung: Dass sehr allgemeinen Suchbegriffe - mit denen man sich unbedingt bei Google auf Platz eins sehen wollte - zwar ordentlich Traffic auf die Website bringen, aber die Nutzer dummerweise nicht gekauft haben ... viel Aufwand war vergebens.


Wir bevorzugen es, lieber mit verkaufsstarken Suchbegriffen gute Positionen vor Mitbewerbern zu erreichen, als mit großem Aufwand falsche Keywords zu optimieren.


Dazu analysieren Sie mit einer Keyword-Analyse ersteinmal, welche Suchbegriffe überhaupt Ihr Angebot gut beschreiben und auch in Suchmaschinen gesucht werden. Als nächsten Schritt sollten bezahlte Kleinanzeigen bei Google-Adwords geschaltet werden. So wird Ihre Website bei Google schnell sichtbar und wenn das Conversion-Tracking aktiviert ist, erkennt man schon nach kurzer Zeit, welche Suchbegriffe "verkaufen". Mit diesen Suchbegriffen können jetzt die einzelnen Seiten optimiert werden.


Google-Adwords (inkl. Conversion-Tracking) und Suchmaschinenoptimierung sind so keine "Gegner", sondern unterstützen sich gegenseitig.


16.12.2008

Dass eine Website das eigene Ranking auch durch ausgehende Links beeinflussen kann und nicht nur durch thematisch passende eingehende Links (Backlinks), hat sich mittlerweile vermutlich schon herumgesprochen. Hintergrund der hohen Gewichtung beim Suchmaschinenrankink von eingehenden Links ist, dass (normalerweise) jemand nur dann eine andere Website empfiehlt, wenn diese (zusätzliche) nützliche Informationen enthält. Genau diese Empfehlung wird durch Links ausgesprochen.

Wenn aber eine Website - die sich in den meisten Fällen mit nur einem Thema beschäftigt - nun selbst andere Websites mit gleicher oder ähnlicher Thematik empfiehlt (also auf diese verlinkt), bedeutet dass für Besucher einen hohen Mehrwert, weil man ergänzende Information zu einem Thema nun mit wenigen Klicks finden kann und nicht mehr lange suchen muss.

Da Google beim Crawlen einer Website gerne die Besucherbrille aufsetzt und sich ebenfalls freut, dass endlich mal eine Website zu einem Thema nicht nur eigenen Content sondern auch noch ergänzende Hilfestellung in Form von Empfehlungen anderer Seiten enthält (den Links), wird das entsprechend honoriert. Ihre Website scheint eine Authorität in ihrem Bereich zu sein.


11.12.2008

Ein guter Marketingplan ist mit die wichtigste Grundlage für dauerhafte und erfolgreiche Neukundengewinnung. Leider ist das bei vielen Unternehmen und Freiberuflern noch nicht so ganz angekommen. Denn wenn wir in unseren Adwords-Seminaren auf das Thema Anzeigentexte kommen, ist mit der wichtigste Tipp natürlich "Beschreiben Sie Ihr Angebot so genau wie möglich, stellen Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale heraus". Beim Thema Zielseiten der Anzeigen ist der wichtigste Tipp dann immer "Lösen Sie ein Problem Ihres potentiellen Kunden ... und nennen Sie potentiellen Kunden immer mindestens einen guten Grund, warum er zu Ihnen gehen soll und nicht zur Konkurrenz".


Ja ... und spätestens dann schauen wir in eine Menge erstaunte Gesichter 🙁


Leider ist es oft übliche Praxis - gerade im Bereich Existenzgründer - erstmal munter vor sich hin "zu arbeiten" ... schließlich müssen die Aufträge der zwei oder drei Kunden, wegen derer man überhaupt in die Selbstständigkeit gestartet ist, abgearbeitet werden ... die neuen Kunden werden mit der Zeit schon irgendwie kommen. Aber von alleine kommen neue Kunden nie, schon gar nicht, wenn der Herr Unternehmer noch nicht mal selbst einen guten Grund nennen kann, welches der Probleme seiner Kunden er überhaupt lösen kann. Auch eine Anzeigenschaltung über Google Adwords - so effizient das normalerweise im Vergleich zu langweiligen inhaltsleeren Imagebroschüren auch sein mag - macht so wenig Sinn. Das gesamte Werbebudget läuft dann häufig unter dem Motto "Geld zum Fenster rausschmeissen".


An Anfang aller Werbung sollte deshalb alle Marketing- und Werbungsaktivitäten erstmal überdacht und strukturiert werden. Erster Schritt ist deshalb ein kurzer (aber knackiger) Marketingplan, bevor planlos Geld in Werbung investiert wird. Hier mal die wichtigsten Punkte, die ein brauchbarer Marketingplan enthalten sollte. Für unsere Seminarteilnehmer dient er als Checkliste, ich habe noch zusätzliche Kommentare und einige Beispiele hinzugefügt, die "die Tonspur" bei den Seminaren zwar nicht ersetzen kann, aber schon recht hilfreich ist:


Warum brauchen wir überhaupt einen Marketingplan?


Ein Marketingplan ist wichtig, weil er uns Ziele vorgibt. Ohne Ziel ist jeder Weg der richtige! Deshalb den Marketingplan besser kurz halten, damit wir uns eindeutig auf wenige Ziele konzentrieren können. Auf diese Ziele aber dann dafür richtig!


- Weiterhin wissen alle Beteiligte (z. B. eigene Mitarbeiter, externe Dienstleister), welche Ziele wir erreichen wollen und wie wir diese Ziele erreichen wollen.


Vermuten wir noch oder wissen wir schon?



  • Sind weitere Recherchen nötig?
  • Haben wir alle nötigen Informationen?
  • Mit wie vielen Kunden bereits selbst gesprochen?

Ach so: Ein oder zwei Stunden "googlen" kann Wunder wirken und zu "vollkommen neuen" Erkenntnissen über Mitbewerber und/oder die Marktsituation führen. Hinterfragen Sie den Marketingplan laufend! Stimmen die bisherigen Annahmen oder die Werbemaßnahmen noch oder muss weiter optimiert werden?
 
Mit einem Marketingplan wird das Marketing nicht dem Zufall überlassen!


Ein bis zwei Seiten reichen vollkommen aus, um die wichtigsten Ziele und Aktionen festzuhalten. Wichtig ist, dass nicht nur eine einzelne Aktion durchgeführt wird, sondern eine Marketing-Kampagne mit mehreren miteinander verbundenen Aktivitäten.


Hier gehts im Marketingplan weiter mit "Welche Mission hat unser Unternehmen?"


10.12.2008

Im letzten Beitrag wurde geklärt, warum ein Marketingplan für die Neukundengewinnung einer Firma wichtig ist, und seine Erstellung und Umsetzung sehr ernst genommen werden muss. Der erste Schritt eines Marketingplans sind jetzt erstmal allgemeine Überlegungen: Welches Gesicht hat unser Unternehmen eigentlich?

Welche Mission hat unser Unternehmen?

Beschreiben Sie in einem Satz, welche Mission Ihr Unternehmen hat – also welche Daseinsberechtigung aus Sicht der Kunden am Markt besteht.

Beispiele:

  • Wir unterstützen kleine und mittelständige Unternehmen in ihrem Bestreben, mehr profitable Kunden zu gewinnen.
  • Ich helfe Existenzgründern erfolgreich selbständig zu werden.
  • Wir helfen Unternehmen Liquidität zu sichern und auszubauen.

Falsch, weil nur Phrasen:

"Wir verstehen uns als leistungsstarker Partner unserer Kunden"

Auch falsch, weil nur Aufzählung von Geschäftstätigkeiten:

"Wir bieten unseren Kunden Beratung in den  Bereichen Marketing, Werbung und Gestaltung."

Was wollen Sie für Ihre Kunden erreichen?

  • Wem helfen Sie mit Ihrem Produkt oder mit Ihrer Dienstleistung?
  • Welche Probleme der Kunden überwinden Sie?
  • Welches Ziel erreichen Sie für Ihren Kunden?

Die Mission Ihres Unternehens ist langfristig gültig und entspringt einem Grundbedürfnis der Kunden:

  • Expandieren
  • neue zahlungskräftige Kunden gewinnen
  • alte Kunden binden
  • hohes Ansehen in der Öffentlichkeit ...

Warum eine Mission?

Weil wir danach wissen, wohin die Reise geht. Wir treten mit echter Überzeugung auf und überzeugen so auch andere Menschen.

Vorsicht vor Phrasen / Vorsicht Aufzählung Geschäftstätigkeit / Geschäftszweck:

Viele gebräuchliche Begriffe sind nur Mittel zum Zweck. Der Zweck muss klar formuliert werden! Auf eindeutiges Ziel hinarbeiten: Verwenden Sie als Arbeitshilfe das Denkmodell Vorher / Nachher:

Vorher: Die Homepage ist alt, ein Friedhof und kostet nur Geld.
Nachher: Die Homepage bringt täglich neue Kunden und verdient Geld.

Probieren Sie die folgende Arbeitshilfe aus, um Ihre Mission leichter zu finden:

Ich unterstütze diese Zielgruppe von Unternehmen oder Menschen

 

__________________________________________________________

in ihrem Bestreben, dieses Problem zu überwinden oder dieses Ziel zu erreichen:

 

__________________________________________________________

Dafür biete/benötige ich (zurzeit) folgende Leistungen, Produkte, Problemlösungen:

 

__________________________________________________________

Eine Mission bringt Ihr vielfältiges Leistungsangebot auf einen gemeinsamen Nenner.

Checkliste Mission:

  • Maximal 10 bis 15 Worte
  • Alltagssprache, kein Fachchinesisch
  • emotional, motivierend
  • beschreibt das Resultat unserer Tätigkeit, nicht unsere Dienstleistungen
  • konzentriert sich auf einen Beitrag zum Erfolg des Kunden
  • richtet sich auf den Kundennutzen, nicht auf  eigene Geschäftsziele
  • entspringt einem langfristigen Grundbedürfnis unserer Zielgruppe

Ach so ... meine Mission ist:

Als Spezialist und Experte für Internet-Marketing, Suchmaschinen-Marketing & Software-Entwicklung unterstütze ich Unternehmen dabei, im Internet neue profitable Kunden zu gewinnen.

Hier gehts im Marketingplan weiter mit "Welches Ziel hat Ihr Unternehmen".


08.12.2008

Im letzten Beitrag zum Marketingplan habe wir uns gefragt, was überhaupt das Ziel unserer Marketingaktivitäten sein soll. Ein sinnvolles Marketingziel festzulegen, ist ja noch vergleichsweise einfach, aber jetzt gehts ans Eingemachte:

Kein Mensch braucht eine Waschmaschine. Die Leute brauchen saubere Wäsche

Welche Zielgruppe(n) sprechen wir an?

Es können auch mehrere Zielgruppen sein, spezifizieren Sie diese so genau wie möglich. Weniger ist mehr: Konzentrieren Sie sich besser auf wenige Zielgruppen, erreichen diese dafür aber häufiger:

Beispiele:

  • Existenzgründer im ersten Jahr mit Bedarf an externen Buchführungs-Dienstleistungen
  • Schreinereien im Kreis Mönchengladbach/Viersen, in denen die "Ehefrau" Buchführung macht.

Je genauer eine Zielgruppe definiert ist, je mehr wir über sie wissen … welche Zeitungen sie liest, welche Medien sie nutzt und welche Verhaltensweisen sie an den Tag legt, desto zielgerichteter (und somit kostengünstiger) können wir unser Marketing ausrichten.

Vorsicht Falle: Keine möglichst vielseitige Zielgruppe ansprechen, um möglichst keine Verkaufschance zu verpassen. Durch die so entstehenden schwammigen und vagen Aussagen wird keiner angesprochen. Eine eindeutig definierte Zielgruppe bewirkt Klarheit und Eindeutigkeit in unseren Aussagen.

Arbeitshilfe: Zielgruppen mit dem Wörtchen NUR definieren:

Meine Homepageangebot ist NUR für Ärzte.
Meine Dienstleistungen sind NUR für Mediziner.

Ansprache: ALS Arzt müssen Sie Ihren Patienten …

Welche Bedürfnisse haben Ihre Zielgruppen?

Erklären Sie für jede Zielgruppe in (möglichst) einem Satz, welche Bedürfnisse Ihre Kunden haben. Worin stimmen Sie überein (Branche, Alter, Region, Hobby, Einkommen, Berufe …):

Beispiel:

  • Die Kompetenzen eines Handwerkers liegen mehr im handwerklichen als im administrativen Bereich und neben dem hektischen Tagesgeschäft bleibt ihm keine Zeit, die Buchführung sorgfältig zu machen.
  • Kleine und mittlere Unternehmen, die zwar keinen Überblick über die möglichen Marketing- und Werbeaktivitäten haben, die aber wissen, dass sie "Werbung" machen müssen, um neue Kunden zu gewinnen.

Wie bekomme ich das denn heraus? Was wollen die denn überhaupt? Wie machen Sie Marktforschung ohne riesigen Aufwand?

Gutes Marketing ist nicht die Kunst, das zu verkaufen, was Sie herstellen, sondern vielmehr zu wissen, was Sie herstellen müssen.

Wie machen Sie denn so Marktforschung?

- "Wie sind Sie auf mich gekommen?"

Fragen Sie Ihre Kunden auch, wie die sich noch besseren Service oder Produkte vorstellen können. Nehmen Sie die Frage und somit Ihren Kunden ernst. Wer als Kellner erst beim Bezahlen fragt, ob alles in Ordnung war, lässt diese Frage leider zur leeren Höflichkeitsfloskel verkommen. Fragt er dagegen kurz nach dem Servieren, zeigt er mir, dass er tatsächlich bereits ist, mir bei Problemen eine Lösung anzubieten. Kunden haben ein sehr feines Gespür für Phrasendrescherei. Bleiben Sie glaubwürdig, also passen Sie auf, dass Worte und Taten übereinstimmen. Sie müssen schon gewillt sein, Anregungen umzusetzen und Missstände abzustellen.

Achtung bei Fragebögen: Sehen immer nach vorgefertigter standardisierter Datensammlung aus. Keiner lässt sich gerne in ein Schema pressen. Bei GS waren gerade die Produktentwickler auf der CeBIT im direkten Kundenkontakt.

- Surfen Sie auf den Seiten Ihrer Konkurrenten.

Ich habe einmal einen Marketing-Workshop bei einem Softwarehaus in Dresden durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass der gute Kollege seine Konkurrenten nur vom Hörensagen her kennt, er hat auch noch keine Software der Konkurrenten angesehen oder auf den Websites nachgeschaut, was sich dort so tut.

Auf jeden Fall anlegen: umfassenden Ordner mit Produktprospekten, Leistungsbeschreibungen und Preisen der Konkurrenten sowie Ausdrucken der wichtigsten Seiten deren Website.

Immer auf langfristige Grundbedürfnisse eingehen: Mehr Geld, mehr Sicherheit, Wachstum, kein Hunger, Fitness, hohes Alter, langes sorgenfreies Leben, mehr am Tag geschafft bekommen …

Typische menschliche Bedürfnisse sind …

  • Essen, Trinken, Schlafen, Sex, Wärme
  • Sicherheit, Schutz, Recht, Ordnung
  • Liebe, Freundschaft, Zugehörigkeit, Gemeinschaft
  • Anerkennung, Aufmerksamkeit, Ruhm
  • Selbstverwirklichung

Weitere langfristige Grundbedürfnisse:

  • Mehr Geld
  • Wachstum
  • Fitness
  • hohes Alter
  • langes sorgenfreies Leben
  • mehr am Tag geschafft bekommen …

 

Welchen Nutzen bietet Ihr Geschäft Ihren Zielgruppen?

Erklären Sie für jede Zielgruppe (möglichst) präzise, welche Bedürfnisse Ihres Kunden durch Ihr Produkt/ Dienstleistung befriedigt werden. Welches Problem Ihres Kunden lösen Sie? Sind diese "Vorteile" für Ihren Kunden denn überhaupt relevant? Braucht Ihr "Kunde" Sie wirklich?

Beispiel:

  • Die Buchführung, zu der jeder kaufmännische Betrieb verpflichtet ist, wird monatlich kompetent, korrekt und zeitnah abgewickelt. Die Kosten unserer (externen) Dienstleistung sind deutlich niedriger als bei einer angestellten Buchführungskraft und die Qualität – besonders der weiteren Auswertungen – ist durch unsere hohe Qualifikation – sehr hoch und gewinnbringend
  • Durch genaues Hinterfragen und Ermitteln der tatsächlichen Bedürfnisse einer Zielgruppe den konkreten Nutzen eines Produktes/einer Dienstleistung erkennen. Dann aus einer großen Anzahl an Marketing-Werkzeugen diejenigen auswählen und umsetzen, die die Zielgruppe am wirkungsvollsten erreichen

Noch mal zur Erinnerung:

Kein Mensch braucht eine Waschmaschine. Die Leute brauchen saubere Wäsche!

Manchmal ist etwas "sehr überraschend" nützlich:

"Warum kommen Sie denn in mein Friseurgeschäft?" "Weil Sie eine Kinderspielecke haben!".

Welche Vorzüge / Wettbewerbsvorteile müssen wir betonen, damit das Marketing-Ziel erreicht wird?

Stellen Sie höchstens zwei unverwechselbare, glaubhafte und einzigartige Vorteile heraus, die Ihr Kunde braucht, weil Sie ihm einen Nutzen bringen und die Ihre Wettbewerber nicht besitzen. Beantworten Sie so in einem Satz die Frage, warum Ihr Geschäft einzigartig ist und Ihr Kunde bei Ihnen kaufen soll und nicht bei der Konkurrenz:

Beispiel:

Gandke & Schubert bietet Existenzgründern sowie kleinen und mittleren Unternehmen eine  leistungsstarke und individuell anpassbare kaufmännische Software mit einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis.
Auf welchen Vorteil reagiert Ihre Zielgruppe am besten? Warum sollen die Kunden bei Ihnen kaufen und nicht bei der Konkurrenz?

In welcher Marktlücke sind wir tätig?

In welcher Nische sind wir einzigartig und unverwechselbar? Wo sind wir ein großer Fisch im kleinen Teich? Diese Einzigartigkeit muss aus allen Marketing-Maßnahmen hervorgehen.

Beispiel:

G&S ist einer der Marktführer im Bereich der kaufmännischen Standardsoftware bis 1.000,- €. Durch nicht eingeschränkte Prüfversionen kann der vollständige Leistungsumfang genau dort getestet werden, wo sie auch später eingesetzt wird: In Ihrem Unternehmen.

Warum kommen die Kunden ausgerechnet zu Ihnen?

Kleine Nische aussuchen, die sich leicht verteidigen lässt. Großer Fisch im kleinen Teich.

GS war als Software-Haus die Nummer 123, aber im viel kleineren Shareware-Markt die Nummer 1.

Welches "Gesicht", welche Identität haben wir?

Ihre Identität wird in einem Satz zusammengefasst. Was fällt dem Kunden ein, wenn er Ihren Firmennamen hört. Bleiben Sie realistisch und glaubwürdig:

Beispiel:

Gandke & Schubert steht mit seinen GS-Programmen / WISO-Programmen für leistungsfähige kaufmännische Standard-Software mit fairem Preis-Leistungsverhältnis. G&S hört den Anwendern zu und deren Wünsche werden schnell in die Software eingebaut.

Zwei Gesichter:

1. Firmengesicht  (äußere Erscheinungsbild) aufbauen durch
- sinnvolle Namensgebung
- Entwicklung eines aussagekräftigen Logos
- einheitliche, für die Firma repräsentative Geschäftspapiere (von Visitenkarte bis Imagebroschüre)

2. Wofür will ich bei meinen Kunden bekannt sein?

- der Billigste
- der Kompetenteste
- der Erfahrenste
- der Exklusivste
- der Fairste

Immer nur eine Aussage, mehr lässt sich kaum in der Werbung unterbringen und mehr kann sich auch keiner merken.

Weiter gehts im Marketingplan mit "Welches Marketing-Budget und welche Marketing-Maßnahmen sind richtig"


07.12.2008

Nach dem im letzten Beitrag zu der (eigentlich) wichtigsten Frage gekommen sind, welche Zielgruppen unser Unternehmen überhaupt hat und welchen Nutzen wir dieser Zielgruppe bieten können, wollen wir jetzt überlegen, wie hoch ein sinnvolles Marketingbudget sein sollte:

Welches Budget, welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügung?

Sinnvoll ist ein fester Prozentsatz vom Umsatz.

Beispiel:

  • Anlaufbudget 1.000,- €, ab drittem Monat 10 % vom geplanten (neuen) Nettoumsatz.

? Wie hoch sind Ihre Werbeausgaben jetzt? Wie viel % vom Umsatz macht Ihr Werbebudget aus?

10 % vom angestrebten Zielumsatz (nicht dem bisherigen Umsatz!) zwingt zum Vorwärtsschauen in die Zukunft. Ist das Budget zu klein, richten Sie Ihr Marketing einfach an eine kleinere aussichtsreichere Zielgruppe!

Welche Marketing-Instrumente (Maßnahmen) werden wir benutzen?

Aus unzähligen möglichen Marketing-Werkzeugen wählen wir passende aus, die die Zielgruppen am besten erreichen. Im Laufe der Zeit werden nur noch die wirksamsten Maßnahmen eingesetzt, also die, die nach der 80/20-Regel bei geringem Aufwand den maximalen Nutzen bringen:

Nicht 30 Ziele gleichzeitig verfolgen, von allem ein bisschen machen und am Ende des Jahres keine nennenswerten Resultate erreicht haben.

(Wie gelangt die Botschaft zu Ihrer Zielgruppe?)

Medien erstmal nicht nach dem Preis auswählen, sondern nach dem Kriterium, wie es Ihre Zielgruppe erreicht.

Alles auf eine Karte kann manchmal sehr erfolgreich sein …

Beispiel TV-Spot Apple 2: Zur besten Sendezeit für Millionen … der Rest ist Geschichte.

Beispiel GS Anzeige "500.000 sind schon weg …" Die können sich nicht irren.
- Jedes Medium arbeitet noch besser, wenn es von anderen Medien unterstützt wird.

Entscheiden Sie sich für wenige Maßnahmen und ziehen Sie diese konsequent durch!

Ein gelegentliches Mailing an eine billig gekaufte Adressliste bringt kaum Anfragen. Aus Enttäuschung wird dann bis zur nächsten "Notlage" wieder nichts gemacht und so wurschtelt man mehr schlecht als recht so vor sich hin.

Marketing-Aktionsplan

  • Nur realisierte Maßnahmen sind gute Maßnahmen! Wer macht (bis) wann was?
  • Wann sollen welche Werbemaßnahmen durchgeführt werden?
  • Wie viel kosten diese Werbemaßnahmen konkret / in % vom Budget?

Regelmäßige Werbeerfolgskontrolle und Feedback der Maßnahmen

Streichen Sie unwirksame Maßnahmen und investieren Sie das so eingesparte Budget in die wirksameren Maßnahmen. Aber wie erkennt man unwirksame Maßnahmen?

  • Wie war der Umsatz nach Schaltung einer Anzeige, nach der zweiten Anzeige …?
  • Wie hoch ist der Rücklauf der Antwortfaxe?
  • Wie viele Anrufe (auf der Sondernummer) sind eingegangen?
  • Wie viele Bestellungen?

Erheben Sie diese Kennzahlen laufend, also vor und nach den Maßnahmen, um die Auswirkungen wirklich objektiv messen zu können. Jetzt beginnen Feedback und Kontrolle des Marketing-Plans. Hinterfragen Sie Ihre Annahmen und finden sie die Ursachen für zu geringen Erfolg:

  • Habe ich die richtige Zielgruppe identifiziert?
  • Stimmt das Angebot mit deren tatsächlichen Bedarf überein?
  • Erreiche ich mich dem gewählten Medium meine Zielgruppe wirklich?
  • War die Anzeige, der Flyer … optimal gestaltet?
  • War der Erscheinungstermin richtig gewählt?

Weiter gehts im Marketingplan mit "Externe Dienstleister einschalten oder Marketing selber machen"


06.12.2008

Gerade kleinere Unternehmen können es sich selten leisten, für den Bereich Marketing und Werbng einen eigenen erfahrenen Mitarbeiter einzustellen. Marketing ist dort Chefsache. Das ist zwar eigentlich richtig, aber häufig bleibt dann neben dem Tagesgeschäft viel zu wenig Zeit, sich ausführlich mit der Neukundengewinnung zu beschäftigen. Abschließend zu unserer Marketingplan-Reihe geben wir hier aus eigener Erfahrung einige Anhaltspunkte, wann für das Marketing ein externer Dienstleister eingeschaltet werden sollte.

Wer von Ihnen hat Mitarbeiter, die sich mit "Marketing" beschäftigen?

Wer von Ihnen macht also Marketing selbst?
Sie haben jahrelang in einer Werbeagentur gearbeitet?
Sie haben ein abgeschlossenes Marketing-Studium mit einigen Jahren Berufserfahrung?
Sie sind ein erfahrener Produktmanager?
Sie schreiben einen Werbebrief in wenigen Minuten herunter und bringen dabei sämtliche Vorteile ein zwei Sätzen auf den Punkt?

… und vor allem:

Sie haben sonst nichts Wichtigeres zu tun?

>>> Gut. Dann machen Sie Ihre Werbung selbst!

Ansonsten brauchen Sie Dienstleister, die Ihnen zuhören, analysieren, Vorschläge machen, Alternativen zeigen und umsetzbare Lösungen entwickeln.

Fachliche Qualitäten erkennen Sie anhand der Referenzen. Weiterhin muss "die Chemie stimmen" … Sie müssen als in Anwesenheit des Dienstleisters ein gutes Gefühl haben. Auch der Preis muss stimmen. Bringen Sie die Angebote auf eine vergleichbare Basis.

Werbeagentur

Vorteile:

Mehrere Mitarbeiter mit unterschiedlichen Kompetenzen (Werbetexte, Grafikdesigner, Projektleiter, Webentwickler …), Markt- und Branchenkenntnissen. Mehr Kapazitäten und durch Personalstamm auch Vertretung. Aufträge können schnell abgewickelt werden.

Nachteile:

Bei Kapazitätsproblemen – wenn der Baum brennt – stehen kleine Auftraggeber immer an letzter Stelle. Große und wichtige (lukrative) Kunden haben Vorrang.

Achtung:

Aufträge kleinerer Auftraggeber werden häufig in großen Agenturen zur Bearbeitung an Anfänger übergeben, während sich in kleinen Agenturen die Top-Leute damit beschäftigen.

Grafiker / Mediengestalter

Schnelle Umsetzung Ihrer Ideen in Grafik.
Beherrscht diverse Software

Werbetexter

Sie sitzen stundenlang an passenden Formulierungen für einen Werbebrief?
Sie schaffen es nicht, die Vorteile Ihres Unternehmens in wenigen Worten zusammenzufassen?

Werbetexter bringen komplizierte Zusammenhänge mit einfachen und treffenden Worten auf den Punkt.

Angebot z. B. 340,- € für eine Brief + (Produkt)Infoseite + Antwortelement (z. B. Faxantwort) … bis Ihnen alles gefällt.
Briefing der Agentur

Vergleichbar dem Pflichtenheft in der Software-Erstellung. Erstellt der Auftraggeber und enthält alle Angaben die der externe Dienstleister braucht, um für Sie arbeiten zu können.

Abschließend nach einige Tipps und Tricks, wie Sie mit kontinuierlichem Marketing deutlich mehr Neukunden gewinnen.


03.12.2008

Herr Google selbst hat für Einsteiger in das Thema Suchmaschinenoptimierung einen kostenlosen Leitfaden herausgegeben. Diese PDF-Datei (englisch, 22 Seiten) gibt Tipps zu den grundlegenden Techniken, die Sie bei Ihrer Website anwenden sollten, um in Suchmaschinen (speziell natürlich Google) eine gute Positionierung zu erreichen. Erwartungsgemäß werden hier aber keine internen Geheimnisse preisgegeben, sondern eher gute Basics, die eine langfristige Besuchersteigerung ermöglichen.


Eine kurze Zusammenfassung und Tipps zur Suchmaschinenoptimierung finden sich auch hier ...  Google bietet in seinen Webmastertools übrigens auch jede Menge Tipps zum "Erstellen einer Google-freundlichen Website" an. Das entspricht weitgehend der deutschen Übersetzung der PDF-Datei.


Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall ... 


26.11.2008

Der erste Schritt bei der Suchmaschinenoptimierung oder beim Einrichten einer neuen Kampagne für Google Adwords ist, spezifische Suchbegriffe für Ihr eigenes Angebot zu finden. Das sind in der Regel die Suchbegriffe, die Ihr Angebot so genau wie möglich beschreiben.

Dabei ist das Keywordtool von Google Adwords eine gute Grundlage, zeigt es doch sowohl die Häufigkeit der Suchanfragen zu einem gewünschten Suchbegriff (im letzten Monat und im Jahresdurchschnitt) als auch - wenn "Synonyme anzeigen" aktiviert ist - auch im Zusammenhang mit Ihrem gewünschten Suchbegriff verwandte Suchanfragen an.

Da bei Google mit Abstand die meisten Suchanfragen stattfinden, sollte das immer Ihr erster Schritt einer Keyword-Recherche sein.

Aber vielleicht wissen Sie nicht genau, welche Suchbegriffe Ihr potentieller Kunde wirklich bei Google eingibt. Wenn Sie z. B. Schraubendreher produzieren und Ihre Seiten und Adwords-Kampagnen darauf optimieren ... und die ganze Welt sucht dann nach Schraubenzieher, haben Sie sich viel Mühe umsonst gemacht. 🙁

Um verwandte Suchbegriffe (Synonyme) zu ermitteln, können Sie die beiden folgenden Keyword-Tools verwenden:

1. Der Metager-Web-Assoziator bietet Ihnen vielleicht bessere Suchbegriffe als die, die Sie bereits kennen.

2. Unter semager.de finden Sie ebenfalls verwandte Suchbegriffe, die Sie alternativ verwenden können.

Wenn Sie von Google einen Suchanfragen-Trend oder zur Zeit häufig gesuchte Suchbegriffe sehen wollen, können Sie die Google Trends nutzen.

Beginnen Sie jeweils mit dem Suchbegriff, den Sie für den richtigen halten. Dann werden weitere alternative Suchbegriffe angezeigt, die Sie weiter anklicken können. So sehen Sie weitere Verfeinerungen ... und es wird bestimmt das ein oder andere brauchbare Keyword dabei sein, an das Sie noch nicht gedacht haben. Bestimmt werden Ihnen auch viele Suchbegriffe angezeigt, die mit Ihrem Angebot überhaupt nichts zu tun haben, aber trotzdem sehr stark nachgefragt sind.

Wenn Sie z. B. mit dem Suchbegriff "VW Golf" vor hätten, Autos zu verkaufen, können Sie Suchanfragen wie "Golf Reparaturanleitung" oder "VW Golf Spritverbrauch" in Adwords als ausschließende Keywords eintragen, was Streuverluste oft sehr deutlich reduziert. Da aber im Zusammenhang mit VW Golf oft nach Tuning gesucht wird, und Sie ebenfalls einige Tuningmassnahmen anbieten, könnte VW Tuning vielleicht schon eine gute Idee für Ihre nächste Anzeigengruppe bei Google Adwords sein.


25.11.2008

Google selbst bietet unter www.full-value-of-search.de eine interessante Website rund um diverse Studien zu Suchanfragen, Google Adwords, der Betrachtung der Suchergebnisseite sowie der Markenbildung über Adwords-Anzeigen an.


13.11.2008

Klickbetrug (englisch auch Click-Fraud) ist seit Jahren ein immer wiederkehrendes Thema im Internet. Mit dem Begriff werden allgemein betrügerische Klicks bezeichnet, die die Vergütung von Werbemittel-Einblendungen künstlich verändern. Die Klickbetrüger wollen sich selbst bereichern und oder Konkurrenten gezielt schädigen. Die fingierten Klicks werden entweder manuell oder durch spezielle Software ausgelöst. Besonders beim Keyword Advertising (z. B. Google Adwords, Yahoo-Search-Marketing) kommt es zur Manipulation der Klicks.


Die bezahlten Textanzeigen in der Suche, die über Google Adwords nach Eingabe bestimmter Suchbegriffe zusammen mit den Suchtreffern angezeigt werden, sind dabei nicht das einzige (offensichtliche) Ziel, sondern besonders die Anzeigenschaltung in Googles Content-Netzwerk. Klickbetrüger nutzen gezielt diese Anzeigen im Suchnetzwerk, um durch fingierte Klicks Mitbewerber zu schädigen.


Der Anzeigenkunde zahlt bei erfolgreichem Betrug nicht nur für Klicks, die von der tatsächlichen Zielgruppe ausgelöst wurden, sondern wird auch um einen erheblichen Teil seines Tagesbudgets gebracht. Durch das Tagesbudget legt der Anzeigenkunde fest, wie hoch die maximalen täglichen Ausgaben für die Anzeigenschaltung - und somit für die Klicks - sind. Ist das Budget verbraucht, erscheinen die Anzeigen bis zum folgenden Tag nicht mehr. Der Klickbetrüger klickt also - in der Theorie - "einfach" so oft auf die entsprechende Anzeige, bis deren Tagesbudget erschöpft ist und sie nicht mehr angezeigt wird.


Auch im Contentnetzwerk - also allen Websites, die am Google Adsense Programm teilnehmen -, platziert Google Werbeanzeigen zusätzlich auf Webseiten von Werbepartnern, deren Inhalte zur Werbeanzeige passen. Die Webseitenbetreiber erhalten für die Schaltung der Google Werbeanzeigen eine Provision - hier ist also ebenfalls genug Potential und Anreiz, sich durch Klickbetrug höhere Einnahmen für die eigene Website zu verschaffen. Klickbetrüger organisieren sich mittlerweile sogar in umfangreichen Netzwerken, um die Einnahmen durch fingierte Klicks auf bestimmt Themen künstlich in die Höhe zu treiben. Der Webseitenbetreiber erhält bei Erfolg deutliche Mehreinnahmen für die Anzeigenschaltung auf seinen Sites.


Der (erfolgreiche) Kampf gegen ungültige Klicks


Natürlich ist es nicht im Interesse von Google, solche Betrugsmethoden zu ignorieren, denn es ist schlecht für das eigene Geschäft. Um Kunden die Angst vor ungültigen Klicks zu nehmen, werden zahlreiche Schutzmechanismen bei Google genutzt, um ungültige Klicks zu erkennen und die dadurch entstandenen Kosten möglichst unmittelbar wieder dem Tagesbudget zuzufügen. Die gute Nachricht heißt also: Wenn sich Ihr Wettbewerber wirklich hinsetzt, um Ihre Anzeigen durch ständige Klicks verschwinden zu lassen, dann wird er damit keinen Erfolg haben. Bei der Erkennung ungültiger Klicks helfen viele Informationen wie Cookies, die IP, der eingesetzte Browser, die Frequenz, in der Klicks erfolgen und so weiter. Es ist also nicht ganz so einfach, manipulierte Klicks "natürlich" wirken zu lassen und die Muster- und Angreifererkennung in den modernen Werbesystemen werden ständig besser.


Ende Mai bei Google in Zürich gab es zu den Maßnahmen gegen Klickbetrug einen hoch interessanten Vortrag ...


Schließlich ist nicht nur das Werbeprogramm von Google durch diese Gefahr bedroht, sondern generell alle CPC-basierende Systeme. Und so sind die meisten Fälle von Klickbetrug entweder unmittelbar oder nachträglich (durch automatisierte Auswertung längerer Zeiträume) aufzudecken, so dass Betreiber von Onlinewerbeprogrammen in der Lage sind, die angefallenen Kosten zu vergüten.


Wenn Sie z. B. einen Kontobericht im Adwords-Konto erstellen, haben Sie die Möglichkeit, zwei weitere Spalten hinzuzufügen: Rate ungültiger Klicks und Ungültige Klicks:



In zukünftigen Kontoberichten werden die (erkannten) ungültigen Klicks dann separat ausgewiesen:



Und Klickbetrug ist nicht immer wirklich "echter Klickbetrug", da es ja durchaus im Google-Adwords-Konto viele Möglichkeiten gibt, sehr unqualifizierte Besucher anzulocken ...


Eine neue Bedrohung: Clickjacking


Inzwischen nimmt der Klickbetrug jedoch neue Formen an wie zum Beispiel das so genannte Clickjacking. Auf das Problem aufmerksam gemacht haben die Sicherheitsforscher Robert Hansen (CEO bei SecTheory) und Jeremiah Grossman (Chief Technology Officer (CTO) bei WhiteHat Security), die bei einer Reihe von Browsern, Webseiten und gängigen Plug-ins kritische Sicherheitslücken entdeckten. Das Problem, welches sicher nicht nur in der Theorie existiert, ist so brisant, dass man einen bereits angekündigten Vortrag darüber (werbewirksam) abgesagt und sich zunächst Zeit ausgebeten hatte, bis Hersteller Nachbesserungen und Patches bereitstellen können.


Aber auch nach der verzögerten Veröffentlichung der Methode sind nach wie vor fast alle Browser und viele Webseiten anfällig für Clickjacking Attacken. Beim Clickjacking handelt es sich um den gezielten Missbrauch von Klickentscheidungen möglichst vieler unterschiedlicher Besucher, die ein "natürliches" Klickprofil bieten und damit das Hauptproblem aller Klickbetrüger lösen, denn Klicks kommen hierbei von vielen unterschiedlichen Systemen, aus verschiedensten Browsern und zahlreichen "eindeutigen Benutzern". Ein "entführter" Klick kann dabei aber nicht nur für fingierte Anzeigenaufrufe verwendet werden, sondern noch weitaus verhängnisvollere Auswirkungen (für denjenigen, der den Klick ausführt) haben.


Beim Clickjacking wird ein verstecktes bzw. transparentes Element mit einer "eingefangenen" Website über den sichtbaren Inhalt der "anlockenden" Webseite gelegt. Der Besucher einer solchen Webseite meint so z. B. ein Spiel zu spielen, einen Downloadlink anzuklicken oder ein Bedienfeld für einen Videoplayer o. Ä. zu bedienen. Der Klick wird auch ausgewertet und alles funktioniert so, wie der Besucher es erwartet - durch die unsichtbare, in Frames eingefangene und passend positionierte zusätzliche Site können aber beliebige andere Aktionen "parallel" dazu durch den Klick ausgelöst werden. So kann entweder ein Anzeigenblock aus einer Website des Angreifers unsichtbar mit Klicks versorgt werden... oder wie im Beispiel die browsergesteuerte Administrationsoberfläche des Flash-Players, so dass nach ein paar Klicks unwissentlich die Kamera und das Mikrofon des angegriffenen Rechners aktiviert werden.


Während die Sicherheitslücke aus der ursprünglichen Präsentation der Methode im FlashPlayer inzwischen behoben ist, können weder das Einfangen in iFrames noch Transparanz bei der Darstellung, welche Bestandteile dieser Betrugsmethode sind, einfach so "verboten" oder von allen Browsern ignoriert werden. Klickbetrüger erzielen daher auf diese Weise auch heute noch theoretisch beliebig steuerbare Mausklicks oder Eingaben, die dem Nutzer gar nicht bewusst sind. Neben Betrug durch fingierte Anzeigenklicks ist auch der unbemerkte Download von Schadsoftware denkbar, um zum Beispiel Firewalls zu unterwandern oder den Rechner und angeschlossene Geräte wie im oben genannten Beispiel zu manipulieren, ohne dass der Besitzer des Rechners es bemerkt.


Namenhafte Anbieter wie Mozilla arbeiten nach wie vor mit Hochdruck an der Schließung der Sicherheitslücken. Schon heute bietet die Firefox Erweiterung "NoScript" ab der Version 1.8.2.1 eine so genannte "ClearClick" Funktion, bei der verborgene oder transparente Elemente sichtbar gemacht werden, um Clickjacking - Versuche auf besuchten Websites aufzudecken.


Als AdWords-Benutzer können Sie dennoch relativ sicher sein, das kein Clickjacking durch einen Wettbewerber eingesetzt wird, um Ihr Tagesbudget zu torpedieren, denn die Hürden sind deutlich höher als bei ein paar Klicks in den Suchergebnissen bei Google. Im Content-Netzwerk sieht das schon etwas anders aus, denn hier ist je nach Thema und Keyword die Chance vorhanden, dass Ihre Anzeigen auf einer Seite erscheinen, die durch Clickjacking durch einen kriminellen Betreiber manipuliert werden. Aber auch hier muss der Betreiber ein unauffälliges und für andere Besucher attraktives Angebot haben, mit dessen Hilfe er die Klicks "einfangen" kann - Klickjacking hat also auch seine Grenzen und besitzt seine Tücken. Zwar sollten Sie bei selbst betreuten AdWords-Kampagnen im Content-Werbenetzwerk regelmäßig einen Bericht über die Schaltung auf unterschiedlichen Domains anfertigen und nach Auffälligkeiten suchen... das machen Sie aber zur Eliminierung von Sites, die nur Klicks und keine Conversions bringen, ja bestimmt ohnehin schon immer 😉


10.10.2008

Google AdWords sind die kleinen Textanzeigen auf der rechten Seite der Google Suchergebnisse. Dazu geben Sie einige (für Ihr Angebot relevante) Suchbegriffe in das sogn. Google Adwords Konto ein, texten eine dazu passende Anzeige und überlegen sich Ihr Maximalgebot, also wieviel Sie bereit sind, maximal für den zukünftigen Klick eines Besuchers zu bezahlen. Ihre Adwords-Anzeigen erscheinen immer dann, wenn ein Google-Nutzer "Ihre" Suchbegriffe in Google eingegeben hat.


Dabei ist es aber nicht so, dass diejenige Anzeige höher positioniert ist, für die am meisten geboten wird (also oben ist der mit dem größten Werbeetat), sondern die Berechnung der Anzeigenposition erfolgt nach der Formel:


Anzeigenposition = Maximal gebotener Klickpreis (MaxCPC) x Qualitätsfaktor


Höhere Positionen ergeben sich so nicht nur aus höheren Geboten, sondern gleichermassen auch aus einem höheren Qualitätsfaktor.


Der Qualitätsfaktor stellt sicher, dass allen Nutzern der Google Suche nur die relevantesten Anzeigen zur Verfügung gestellt werden. Doch wie wird ein hoher Qualitätsfaktor erreicht? Leider sind die Google Angaben zum Qualitätsfaktor bis heute recht allgemein und eher dürftig ...


"Der sogenannte Qualitätsfaktor für Google und das Such-Werbenetzwerk ist ein allen Ihren Keywords zugeordneter dynamischer Messwert. Dieser wird anhand verschiedener Faktoren errechnet und misst die Relevanz Ihres Keywords für Ihre Anzeigengruppe oder für die Suchanfrage eines Nutzers. Je höher der Qualitätsfaktor eines Keywords ist, desto geringer ist der Preis-pro-Klick (Cost-per-Click - CPC) und desto besser ist die Anzeigenposition."


Aha! Bedeutet aber, je häufiger Ihre Anzeige angeklickt wird (z. B. 1000 Anzeigeneinblendungen, 50 Klicks = 5 % Klickrate), desto höher wird die Klickrate (CTR) bzw. der Qualitätsfaktor und desto höher wird deren Relevanz von Google eingestuft. Auf den ersten Blick also eine recht durchschaubare Angelegenheit oder? Leider ist es nicht so einfach, denn die Klickrate ist nicht der einzige (wenn auch der wichtigste) Bestandteil des Qualitätsfaktors.


Zusammenfassend sind für den Adwords Qualitätsfaktor und für die Auswirkung auf Ihre Anzeigenposition und die für Besucher tatsächlich bezahlten Klickpreise die folgenden Punkte wichtig:


- Klickrate (Click-trough-Rate) der Suchbegriffe
- Klickrate der Anzeige(n)
- Die Qualität der (in der Anzeige) verlinkten Zielseite
- Historische Leistung des Kontos, der Suchbegriffe und der Anzeigen
- ... viele weitere "Relevanzfaktoren"


Klickraten unter 0,5 % sollten auf jeden Fall vermieden werden, das gilt für einzelne Suchbegriffe wie auch für Anzeigen. Das hat man noch durch die Auswahl und spätere Selektion der Suchbegriffe ganz gut selbst im Griff. Auch die Klickrate der Anzeigen kann über AB-Splittests stetig erhöht werden, in dem nach einiger Zeit der Beobachtung die schlechter angeklickte Anzeige rigoros "entsorgt" - also gelöscht wird.


Schwerer zu bestimmen, aber leider für einen guten Qualitätsfaktor um so wichtiger, ist die Qualität der Zielseite. Dabei ist es zum Einen natürlich wichtig, dass Google überhaupt technisch den Inhalt Ihrer Seite erkennen kann. Dabei gelten "die üblichen" Regeln der Suchmaschinenoptimierung (hier finden Sie die wichtigsten Tipps zur Suchmaschinenoptimierung kurz zusammengefasst ...), die Sie unbedingt beachten müssen, andererseits spielt es auch eine große Rolle, ob die Mehrzahl der Suchanfragen(den) überhaupt eine Seite wie die Ihre mit der Suche bei Google gemeint haben ... also ob Ihre Seite überhaupt zum Suchbegriff passt. Dabei ist leider nicht Ihre persönliche Meinung gefragt, sondern Google weiss aufgrund der großen Zahl an täglichen Suchanfragen sehr genau, welche Seiten die Nutzer wirklich (länger) besucht haben und vergleicht Ihre Zielseite mit dem Durchschnitt dieser (anderen) Seiten. Scheint Ihre Seite besser zu passen, werden Sie mit einem hohen Zielseiten-Qualitätsfaktor belohnt.


Woher sollen Sie nun wissen, was die Nutzer mit "Ihren Suchbegriffen" genau gemeint haben? Zwar geht die Qualität der Zielseite nicht in die Anzeigenposition mit ein, dafür aber sehr deutlich in die Ermittlung des zu bezahlenden Klickpreises. Je besser also die Zielseite auf die Suchbegriffe und Anzeigen abgestimmt ist, desto weniger zahlen Sie später an Google für Ihre Besucher. Also sollten Sich sich darum kümmern, die Zielseite gut auf die Suchbegriffe abzustimmen.


Konkreter Qualitätsfaktor einzelner Keywords


Google bietet dafür seinen Kunden das AdWords Keyword-Analyse Tool. Bei jedem erstellten Keyword wird aktuell, bei Klick auf eine kleine Lupe direkt hinter dem Keyword, der Qualitätsfaktor angezeigt. Ist der Qualitätsfaktor zu gering, bietet das System Hinweise, wie ein nächster Schritt aussehen kann. Hier kann man gut sehen, wie die Ladezeit Ihrer Seite ist und wie gut sie zu den Suchanfragen passt.


Fazit: Google hat mit dem Qualitätsfaktor ein komplexes Bewertungsinstrument zur Ermittlung relevanter Anzeigen geschaffen. Damit will Google sicherstellen, dass die Qualität der Anzeigen ständig verbessert wird und für Nutzer nur die Anzeigen geschaltet werden, die den Qualitätsanforderungen entsprechen. Für den Kunden, der ein Google AdWords Konto betreibt bedeutet es, dass eine kontinuierliche Überwachung und Optimierung der Anzeigentexte, Suchbegriffe, Zielseiten unbedingt notwendig ist. Werden die Anzeigen und Suchbegriffe nicht ständig in den genannten Bereichen optimiert, führt das schnell zu höheren durchschnittlichen Klickpreisen oder sogar zum Ausschluss der Anzeigen bzw. Suchbegriffe.


28.02.2008

Die beliebte Online-Maßeinheit Page View (also die durch einen Benutzer vollständig in den Browser geladene Webseite) wird durch Web 2.0 immer unwichtiger. Was für den ein oder anderen Marketingverantwortlichen noch eine Überraschung zu sein scheint, ist den Firmen die ernsthaft EBusiness betreiben, schon längst klar: Nicht der Besucher zählt, auch nicht wieviele Seiten er angeklickt hat ... sondern einzig und alleine ob er kauft! Ernsthafte und erfolgsorientierte Internet-Anbieter schauen nach der Conversion-Rate bzw. dem CPO (Cost per Order).

Warum der Page View megaout ist und wie es mit den Online-Kennzahlen weitergehen kann, hier bei der Computerwoche ...


12.02.2008

Was darf Suchmaschinenoptimierung kosten? Unseriöse Suchmaschinenoptimierung kann schnell den Ausschluß der Website (des Online-Shops) aus dem Google-Index bedeuten. Keine Besucher mehr, keine Umsätze mehr ... das kostet nicht selten die Existenz.


Ok ... also wie hoch sind die Kosten für seriöse Suchmaschinenoptimierung? Gute Frage: Die Preise beginnen bei 99,- € für Anmeldung in mehr als 5.000 Suchmaschinen inkl. TOP-10 Garantien, gehen über 1.000,- € monatlich für ehrenwerte Bemühungen die Platzierungen zu verbessern bis hin zu 20.000,- € für einen Tages-SEO-Workshop, der "lediglich" Mitarbeiter einer Firma fitmacht in wesentlichen Fragen zu dem Thema Suchmaschinenoptimierung und "wie kommen wir da dauerhaft rein".


Upps ... das bringt uns jetzt nicht wirklich weiter. Welches Angebot und welcher Anbieter ist seriös? Welches Angebot brauche ich überhaupt für meine Website?


Sind schon ausreichend gute (also thematisch relevante) Inhalte (der sogn. Content) vorhanden? Müssen die Seiten lediglich "verfeinert" werden oder beginnt man besser bei Null? Gibt es bereits eingehende Links auf die Seiten? Alles Fragen - und noch viele mehr - die vorab geklärt werden müssen, bevor man ungefähr sagen kann "Suchmaschinenoptimierung kostet 3.000,- €".


Sasa Ebach ist bei akademie.de der Frage "Kosten für Suchmaschinenoptimierung" aus Auftraggebersicht nachgegangen und gibt hier viele Tipps zur Auswahl des richtigen SEO-Partners ...


Um einen ersten (aber schon sehr genauen) Überblick zu bekommen, was genau an Ihrer Website gemacht werde müsste, damit bessere Platzierungen in Google & Co. erreicht werden können, kann Ihnen unsere individuelle und umfangreiche Suchmaschinen Analyse vielleicht weiterhelfen.




Warum mit uns?

Langjährige Erfahrung
im Onlinemarketing:
Suchmaschinen-Marketing
erfolgreich seit 1996

Angebot anfordern

Alle Kontenmanager unserer Google AdWords Agentur sind qualifizierte und durch Google zertifizierte AdWords Experten.

Faire Festpreise
jederzeit kündbar
seriöse Optimierung.