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03.06.2008

Bereits zum zweiten Mal (nach 2007 in Dublin) fand dieses Jahr in Zürich wieder das Treffen der wichtigsten Adwords Agenturen (sowohl richtige Spezialisten als auch Media-Agenturen) statt. Das Fazit vorweg: Es war gut, es hat Spaß gemacht und es hat in den beiden Tagen „was gebracht“.

Zur Organisation nur soviel: Man musste nur den gewünschten Flug bestätigen und sich selbst ins Flugzeug bewegen … um den Rest hat sich das Team von Google gekümmert. Übernachtet wurde in Sihlcity, eine ehemalige Papierfabrik, die mittlerweile in eine große Einkaufscity (inkl. Hotel, Restaurants usw.) umgebaut wurde. Die Fahrt mit dem großen Reisebus ins Züricher Google Office (Luftlinie ca. 800m) gestaltete sich etwas umständlich, da der Busfahrer anscheinend zum ersten Mal im Leben in Zürich war, rigoros alle Richtungshinweise der ortskundigen Googlemitarbeiter ignorierte … und mit stoischer Ruhe den Hinweisen seines Navisystems folgte, auch wenn das durch Einbahnstrassen führte … und zur Not einfach die Warnblinkanlage einschaltete, wenn es galt, eine Einbahnstrasse mal 500 Meter „trotz Gegenverkehr“ in der falschen Richtung zu durchfahren. Na ja … natürlich besser als Laufen, aber danach waren alle Mitreisenden erstmal so richtig wach 🙂

Das Frühstück (und auch die anderen Mahlzeiten) in der Google-Kantine war „von der üblichen Google-Qualität“ … Riesenauswahl, alles lecker und vom Feinsten. Man munkelt von internen Google-Statistiken, dass neue Mitarbeiter in den ersten Wochen der Google-Zugehörigkeit erstmal 6 Kilo zunehmen. Leicht zu glauben!

Nach der Begrüßung „Hallo … wir haben hier in Zürich unsere wichtigsten Agenturen versammelt …“ folgte Information auf Information. Einige spannende Dinge tun sich so z. B. zur Zeit bei labs.google.com. Es lohnt sich, dort immer mal wieder reinzusehen. Auch das Thema Adwords Qualitätsfaktor kam nicht zu kurz … obwohl es vermutlich der ein oder andere Inserent bald schon nicht mehr hören kann … zumindestens aber die Adwords-Kunden, die immer noch meinen, man könne mit vielen allgemeinen generischen Keywords in einer Anzeigengruppe einen kompletten Online-Shop erfolgreich bewerben. Mindestgebote von 80 Cent oder gar 4,- € sind häufig „die Strafe“ für ein wenig optimiertes Adwords-Konto … Dabei ist das Thema hoher Qualitätsfaktor doch ganz einfach: Das Konto aufteilen in viele spezielle Anzeigengruppen … also pro Thema eine Anzeigengruppe. Jede Anzeigengruppe auf eine spezielle Zielseite verlinken … und alles wird gut. Was mich beim Thema Qualitätsfaktor wohl verwunderte, war dass teilweise sehr rudimentäre Fragen von Agenturkollegen gestellt wurden …? Erstaunlich … weil das ja nicht erst seit ein paar Wochen Thema ist und nur unzureichende Kenntnise in diesem Bereich ja durchaus auch (negative) Auswirkungen auf die betreuten Kunden-Accounts haben!

Mit Spannung erwartet wurden die Informationen über Click-Fraud … also den Klickbetrug bei Google Adwords und was Google dagegen unternimmt. Entgegen der häufig durch die Presse geisternden Meldungen, liegt der echte Anteil an Klickbetrug nicht bei 30 oder 40 %, sondern gerade mal bei 0,2 (!) %, also im verschwindend geringem Rahmen. Der Vortrag wurde direkt von einem Entwickler der „Klickbetrug-Filter“ gehalten und gab interessante Einblicke in die vielfältigen Schutzmaßnahmen, die Google gegen betrügerische Klicks unternimmt. Hörte sich gut und plausibel an. Aus dem  Kundenkreis unserer Google-Adwords-Agentur gibt es zwar ab und zu mal „Klickbetrug-Alarm“ … aber wenn man dann die Serverlogs und weitere Auswertungen zur manuellen Prüfung an Google schickt, hat sich bis jetzt fast immer herausgestellt, dass quasi alle üblen Klicks bereits erkannt und nicht berechnet wurden. Mein Gefühl ist, dass Klickbetrug bei Google sehr sehr ernst genommen wird … allein schon deshalb, weil ja der Großteil des Google-Umsatzes (und Börsenwerts) auf Gedeih und Verderb vom Vertrauen der Inserenten zu Googles wirksamen Schutzmaßnahmen abhängt. Klickbetrug hin und her … Conversion-Tracking ist eh Pflicht und wenn der CPO bei jedem Keyword stimmt, ist mir persönlich egal ob der „Klickbetrug“ bei 0,2 oder 5 % liegt. Bei anderen Werbemitteln wie Printwerbung, Flyern usw. sind die Streuverluste doch vielfach höher.

Das Abendessen fand in der Rüsterei statt, eine edle Adresse in Zürich, die ebenfalls in Sihlcity liegt und ein tolles Ambiente hat. Früher war das wohl das Auslieferungslager für fertiges Papier. Eine extra aus Dublin eingeflogene Musikgruppe (zwei Mädels mit Geige, ein Geiger und ein Clown am Kontrabass) sorgten auf hohem musikalischen Niveau für Entertainment.

Klasse! Weniger Klasse war das Dinner … zwar lecker … aber nichts Besonderes. Zu behaupten, dass ich in Mönchengladbach bei Curry-Jupp schon besser gegessen habe ist sicherlich übertrieben … aber nur ein bißchen. Da passte der Anspruch der Rüsterei auf jeden Fall nicht zum Gebotenen. Trotzdem eine sehr gelungene Veranstaltung, die man sehr gut zum Networking nutzen konnte. Neben 86 Agenturvertretern und einigen Presseleuten waren auch etwa 20 Google-Mitarbeiter mit auf der Zürichinsight … was ausreichend Gelegenheit zum Knüpfen neuer und auffrischen alter Kontakte gab. Beim lustigen Visitenkartenspiel gab es dann immer wieder erstaunte Gesichter über den Doppel-Google … einmal Google Certified Company und Google Seminar Leader 🙂 (Mehr über die Adwords-Seminare zusammen mit Google und dem HDE hier …)

Anschließend ging es noch in einen feinen Club in Zürich, das Saint Germain. Vom Ambiente erinnerte das aber eher an eine Dorfdisko in der Eifel … allerdings mit schönem Blick von den Holzbänken aus über Zürich. Überall hingen Lautsprecherboxen, die kollabierend höllenlaute Musik (oder sowas ähnliches) in Ohrhöhe „rausbrüllten“. Resultat: Am nächsten Morgen war die eine Hälfte der Agenturvertreter entweder auf einem Ohr taub oder heiser.

Der nächste Morgen begann mit dem Deutschland Chef Philipp Schindler. Am ersten Tag konnte jeder Teilnehmer Fragen aufschreiben, die am PC von anderen Teilnehmern „gevotet“ werden konnten. So ergaben sich etwa 15 Fragen, von denen einige natürlich mehreren Teilnehmern auf den Herzen lagen. Es wurde zwar einerseits ausführlich Auskunft gegeben … andererseits  aber immer wieder „auf die Börsennotierung“ verwiesen. In solchen Fällen gab es statt einer konkreten Antwort nur „ein Bauchgefühl“ … aber trotzdem gut, erstaunlich offen und somit sehr informativ. Wie geplant hat die Q&A-Session mehr gebracht, als ein Vortrag im Stile einer Dog-and-Pony-Show. Die Fragen waren überwiegend für alle Anwesenden interessant und so verging die Zeit wie im Fluge.

Ein weiterer Höhepunkt war der Marktforschungs-Vortrag zum Thema „Markenaufbau mit Google Adwords“. Die Studie wird in den nächsten Tagen veröffentlicht, aber soviel vorweg: Was wir immer schon geahnt haben, klappt wirklich. Durch die (kostenlose) Sichtbarkeit der Adwords-Anzeigen wird die Markenbekanntheit um 21 % gesteigert. Mehr dazu in einigen Tagen.

Zwei Dinge sind mir noch besonders im Gedächtnis geblieben:

  • 25 % der Suchanfragen bei Google haben lokalen / regionalen Charakter.
  • 25 % der täglichen Suchanfragen sieht Google zum ersten Mal.

Von hier aus der Dank an die Truppe von Google, die die Veranstaltung gründlich vorbereitet und sehr gut „rübergebracht“ hat.



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