Die Geschichte von GS-Auftrag oder ...
"Ein kleiner schwarzer Polo kommt bei den Mädels besser an, als ein fetter Mercedes! ..."
Deshalb
gibt es GS-Auftrag. Mein Studienkollege Jörg F., wir studierten beide in Düsseldorf
Architektur, gab diese bemerkenswerte Lebensweisheit auf der
täglichen Fahrt von Mönchengladbach nach Düsseldorf zum Besten. Aber
fangen wir nicht mit GS-Auftrag sondern vorne an: Interessanter fand ich da schon die Erklärung, wie man sich als
25jähriger Student einen nagelneuen Polo leisten konnte. "Ganz
einfach … ich habe einen Kurierdienst, mache Botenfahrten und
transportiere im LKW Primeln von Holland nach Berlin und neben dem
Firmenwagen kann ich auch noch meinen Schreibtisch, das Telefon und
den Anrufbeantworter von der Steuer absetzen".
Ich war spürbar beeindruckt und erkundigte mich nach Einzelheiten
der dafür nötigen Gewerbeanmeldung. Ich wollte auch ein Auto und
auch ein
Telefon haben. Am nächsten Tag, dem 26 April 1986 habe ich die
"Michael Gandke – EDV-Beratung" beim Ordnungsamt angemeldet. Gebühr
10,- DM. Noch am selben Tag begann ich die Entwicklung von
GS-Auftrag.
Die Vorgeschichte: Das Architektenbüro meines Vaters war 1985 mit einem der ersten IBM ATs ausgerüstet. Diese Rechnerrakete mit 6 MHz, zwei 20 MB-Festplatten und vollständigen 640 KB Hauptspeicher – heute eher die technischen Daten eines typischen Handy-Tastaturpuffers – sollte mit dBASE III programmiert werden. Die Herren August und ein gewisser Herr Dembon des rfi-Computerhauses (später die Gründer des ADA Systemhauses) hatten erzählt, dass das die beste Programmiersprache sei, um sehr leistungsfähige Datenbankanwendungen zu schreiben. Da die 20 MB-Festplatten (Stückpreis damals 2.100,- DM zzgl. USt !) leider erst Monate später lieferbar waren und meine Geduld beim Einsatz von dBASE auf zwei 1,2 MB-Diskettenlaufwerken sehr strapaziert wurde, hielt ich es für eine gute Idee, mich besser mit dBASE zu beschäftigen, um sofort die richtigen Befehlen eingeben zu können. Mit dem Buch "dBASE für zukünftige Profis" (oder so ähnlich) zog ich mich im Spanienurlaub am Strand zurück. Es schien fast so, als ob man der Programmierarbeit überall nachgehen könne, erst recht in südlichen Gefilden zwischen Strand, Disco und Vino-Tinto-Bude. Das war’s.
Software auf die die Welt gewartet hat
Wieder zurück in Mönchengladbach erstellt ich mein erstes kleines
Programm …richtig: Die vierhundertzwölfte Adressverwaltung. Meine
konnte aber zusätzlich auch schon Dokumente verwalten und
klassifizieren und den Adressen zuordnen. Die damals mit Wordstar
3.4 geschriebenen Briefe waren schon nach kurzer Zeit mit ihren
kryptischen achtstelligen Dateinamen für die normale Sekretärin
nicht mehr wieder zu finden. Wie schön, wenn man da nach Datum,
Empfänger, Betreff, Projekt usw. suchen konnte.
Diese Anwendung sollte später unter Unix laufen. Unix war so ´ne Art
antiquarischer Vorläufer von Linux und hieß damals auf den
Intel-Rechnern Xenix und kam übrigens von Microsoft, später dann in
einer leistungsfähigen Version von SCO. Dafür waren weitere
Investitionen nötig, wie Software, Terminals, Speichererweiterung,
ein Kyocera Laserdrucker und vieles mehr. Durch die damals noch
immens hohen Preise – beispielsweise kostete der IBM AT mit 2*20
MB-Festplatten 23.000,- DM – war es lukrativ für mich, als Händler
aufzutreten und die durchaus hohen Rabatte von 25 oder mehr Prozent
abzugreifen. Meine Selbständigkeit begann.
Die Installationen im väterlichen Büro liefen erfolgreich ab und
weitere Aufträge folgten. 1986 waren die AT´s von Tandon beliebte
IBM-Clone, da sie statt 20.000,- nur 15.000,- DM kosteten. Die
Gewinnspannen von 4.000,- oder 5.000,- DM pro Deal waren wahrlich
fette Beute für einen 23jährigen Studenten. Die Software wurde
damals übrigens bei BSP Krug in Regensburg eingekauft. Endlich
konnte ich mir auch einen dBASE-Compiler kaufen, den Nantucket
Clipper Autumn 86. Für einen Mönchengladbacher Kopiererladen
erstellte ich damit parallel zu meinen "Systemhausaktivitäten" eine
kleine Artikelverwaltung mit Kunden-, Lieferanten- und
Artikelstammdaten, Lagerbestandsführung und dem nötigen
Schriftverkehr wie Angebot, Lieferschein, Rechnung und Mahnung. Die
erste frühe Version des späteren GS-Auftrag ging bereits Ende 1986 "auf
Sendung". Mein Lohn: 1.500,- DM. Mit den kalkulierten 8 Wochen
Arbeitszeit hatte ich wohl den Mund etwas zu voll genommen … na ja …
einigen wir uns halt auf "fehlende Erfahrung". Zum Glück konnte ich
noch ein oder zwei Hardware-Geschäfte abschließen und mich so über
Wasser halten. 1987 sah keine besonderen Highlights – außer dass
ich immer mehr bemerkte, dass mit selbst erstellter Software doch
Geld zu verdienen ist.
Aus GS-Auftrag und Michael Gandke wurde das Softwarehaus Gandke & Schubert
Anfang 1988 war es dann soweit. Die Arbeit wurde mehr – leider stieg
der Umsatz nicht parallel mit an – und ich fragte mich, wie ich
meine Kunden denn bedienen könne, wenn ich mich im wohlverdienten
Erholungsurlaub befinde. Einen Mitarbeiter müsste man haben. Aber
wovon soll man den denn bezahlen? Am Sonntag saß ich in einem
Rheydter Kaffeehaus als Wolfram Schubert, ein Klassenkamerad,
hereinspazierte. Er hatte früher Kirchenmusik studiert, fand den
musikalischen Hintergrund zwar hervorragend, sah aber auch die
eingeschränkten Möglichkeiten, als Kantor einmal vernünftiges Geld
zu verdienen. Nach dem fünften Bier ließ er sich bequatschen in das
Computer-Geschäft einzusteigen. Sein aktuelles E-Technik-Studium und
die bisherigen Glanznoten in Mathematik und Physik waren zudem beste
Vorraussetzungen. Ein Jahr zuvor hatte er seinen ersten Rechner bei
mir gekauft, war somit bestens ausgestattet und so marschierten wir
am 12.01.1988 zum Ordnungsamt und meldeten die "Michael Gandke und
Wolfram Schubert EDV-Beratung GbR" an. Startkapital waren
stolze 200,- DM!
Dummerweise tat sich 1988 aber an den Umsätzen nicht besonders viel,
so dass sich unterm Strich lediglich der halbe Gewinn ergab. Das
war’s ja wohl noch nicht!
Anfang 1989 räumte unser Software-Lieferant BSP-Krug sein Lager und
verramschte das an sich hervorragende Kalkulationsprogramm Javelin
von Ashton Tate für etwa 160,- DM, Listenpreis um die 2.000,- DM. Da
ich gerade das Buch "Wie textet man eine Anzeige die einfach alles
verkauft" gelesen hatte, dichteten wir diese Kleinanzeige und
veröffentlichten sie in der Zeitschrift CHIP. Da der Preis mit 999,-
DM im Vergleich zum Listenpreis mehr als gut war, riefen umgehend
etliche Käufer an und bestellten. Das war ja mal klasse. Viel Erfolg
mit wenig Aufwand. Mit einem schönen finanziellen Polster erwartete
uns der Frühling.
Kurz darauf war die 30 MB-Festplatte meines Rechners voll. Ich
versuchte an allen Ecken und Ende, mehr Platz herauszuholen. Aber
schon nach kurzer Zeit neigte sich der Festplattenplatz wieder dem
Ende entgegen. Ich musste zu drastischeren Maßnahmen greifen. Die
alten unnützen Programmierübungen der ersten Jahre wie GS-Auftrag sollten weichen.
Wolfram Schubert wollte sich damit aber nicht abfinden und so
überlegten wir, ob es für die alten Fingerübungen noch eine
Zweitverwertung geben könne. Aufgrund des guten Erfolges mit den Javelin-Verkäufen sollte die alte Artikelverwaltung in der CHIP
(damals führende PC-Fachzeitschrift) verramscht werden:
"Wahnsinn! Komplette Auftragsbearbeitung (Kunden, Artikel, Schriftverkehr, Lager) mit vollständigem dBASE/Clipper-Quellcode zum TOP-Preis von nur 129,- DM"
Diese Version 1.30 von GS-Auftrag wurde zur unserer Überraschung
mehr als 50 Mal verkauft und war durch die vollständige Auslieferung
des dBASE-Quellcodes ein früher Vertreter der Opensource-Software. Einer der Kunden war ein gewisser Thomas Pfohl aus Nürnberg, der uns fragte, warum wir dieses Programm nicht
als Public-Domain (gemeint war eigentlich Shareware) in Umlauf
bringen würden. Nach vielen gemeinsamen Telefonaten war klar, wie
dieser Vertriebsweg funktioniert:
Ein Programmautor gibt sein Programm frei – jeder darf es kopieren
und weitergeben. So machten wir uns den menschlichen Sammeltrieb
zunutze. Der spätere Test erfolgt genau da, wo es auch später
eingesetzt werden soll: Im Betrieb des Anwenders. Erst wenn dieser
aufgrund eines positiven Tests der Meinung ist, die Software ist
brauchbar, erhält der Autor die Registrierungsgebühr und der
Anwender die letzte aktuelle Version des Programms.
Guerilla-Marketing aus der Not heraus ...
Das hörte sich gut an. Geld für die "normalen" Marketingmaßnahmen wie Printwerbung, bunte Prospekte, Messen usw. war nicht vorhanden. Wir mussten anders vorgehen, um Erfolg zu haben. Mehr nach Methoden des Guerilla-Marketings: "Je kleiner das Budget, desto kreativer die Ideen". Da Wolfram Schubert mittlerweile auch eine vollständige Adressverwaltung fertig entwickelt hatte – GS-Adressen – schickten wir mit GS-Auftrag gleich zwei Büroprogramme an eine große Zahl PD-Händler, die damals für die Verteilung der Shareware sorgten. Das Internet war nämlich noch nicht wirklich erfunden und hieß damals – wenn überhaupt – FIDO-NETZ. Gegen eine geringe Gebühr zwischen 5,- und 50,- DM wurden von den Händlern die Programme kopiert und weitergegeben. Große Namen Ende der 80’iger waren neben Thomas Pfohl die Firma softmail in der Schweiz, Computer Solutions in München, der PD-Service Lage und Pearl-Agency.
Erfolgreich weil keine Angst vor Wachstum
Ende 1989 hatten wir bereits 1.500 Anwender in unserer
Adressdatei und mehr als 2.000 Programme verkauft. Der erste
Mitarbeiter wurde eingestellt. Ob wir uns seinen riesigen Lohn jeden
Monat würden leisten können? Mittlerweile sollte doch nun jeder in
Deutschland, der überhaupt für diesen billigen Kram empfänglich war,
diese Software einsetzen. Wir glaubten Anfang 1990 nicht an eine
lange Erfolgsstory, bekamen aber andererseits die Arbeit auch nicht
mehr alleine getan. Am 1. Februar 1990 begrüßten wir Ralf Staack in
unseren neuen Geschäftsräumen von 40 qm. Ein Mann von der Telekom –
die hießen damals noch Post – installierte die erste richtige
Telefonanlage mit drei Amtsleitungen, die sich automatisch
nacheinander aufschalten. Bisher hatte ja immer der eine Apparat
ausgereicht … hoffentlich haben wir uns mit der ganzen Sache nicht
total übernommen?
Minuten später ahnten wir, dass Gandke & Schubert mit dem
Shareware-Vertriebsweg Erfolg haben könnten: Als der Mann von der
Post die drei Stecker für die Telefonleitungen in die Dosen steckte,
dauerte es etwa 10 Sekunden, bis alle drei Leitungen der
Telefonanlage belegt waren. Ein Zustand, der bis zum heutigen Tage
andauert: Solange noch alle Leitungen dauerhaft besetzt waren, wurde
unsere Telefonanlage weiter ausgebaut.
Durch das Mailboxprogramm PCSysop und kurz darauf Quickmail von Thomas Schuldt (die spätere
GS-Mailbox) wurden 1989 (!) bereits erste Schritte in Richtung Online-Zeitalter
möglich, da GS-Auftrag und die GS-Programme für Modembesitzer auch
"versandkostenfrei" downloadbar waren.
Kundenorientierung aus Selbstschutz
Bereits Mitte 1989 hatten wir die ersten Online-Foren in unserer Mailbox SHARE, in denen
unsere Anwender unzensiert ihre Wünsche, Probleme und Sorgen äußern
konnten. In verschiedenen "Brettern" (so hießen damals noch die
Foren) wurde Anwendern so reichlich kostenloser Support geleistet.
Auch im FIDO- oder Zerberus-Netz standen bundesweit Support-Foren
zur Verfügung. Wichtig, um bei den damals noch sehr hohen
Telefontarifen keine Ferngespräche führen zu müssen ... erst recht
mit den damals üblichen Modems mit 2400 Umdrehungen bzw. Baud.
Diese Anregungen und auch Kritik nutzen wir immer umgehend,
um die Programme zu verbessern. Diese verbesserten Versionen wurden
sofort - teilweise innerhalb einer Stunde - wieder zum Download
angeboten. Das brachte uns sehr schnell den Ruf ein, umgehend und
zuvorkommend auf Kundenwünsche zu reagieren und war sicher eine der
wichtigsten Säulen des Erfolges von Gandke & Schubert. Wir haben
nicht über Kundenorientierung geredet sondern wir haben
Kundenorientierung einfach täglich gelebt! Teilweise natürlich aus Selbstschutz und
sehr eigennützig, denn alles was wir sofort und umgehend an
Problemen aus den Programmen herausnahmen, "nervte" uns später nicht
mehr am Telefon.
Weitere Mitarbeiter (z. B. Ralf Grube und Thomas Schuldt) folgten
und mit dem Buchhaltungsprogramm GS-EAR (Autor: Jürgen London) kam
im August 1990 die Abrundung für Zahlenfreaks dazu und die
GS-Programmpalette wurde rund. Man konnte einen Betrieb
komplett mit
Programmen von G&S (GS-Auftrag + GS-EAR + GS-Adressen) ausrüsten. Sinnbild für die modularen
GS-Programme wurde das bunte Puzzle. Auch Günther Alt, Redakteur bei der
ZDF-Sendung WISO war einer unserer frühen Anwender und besuchte uns
im Herbst 1990 mit seinem Kamerateam, um eine kleine Reportage über
diese junge aufstrebende deutsche Software-Schmiede zu machen.
1991 folgte der Umzug auf 160 qm und weitere Erweiterungen der
Mitarbeiter. Weiterhin wurden die Aufgaben spezialisierter. 1989 war
jeder noch Programmierer, Bestellannahme, Supporter und
Versandmitarbeiter in Personalunion. Zu unserer Entlastung war dann
Ralf Staack ab 1990 für den kompletten Versand zuständig. Barbara
Neumann (die heutige Barbara Groß) folgte Anfang 1991 als
Supporterin für den Buchhaltungsbereich und Frank Grzesik Ende 1991
als Supporter für die Auftragsbearbeitung. Alle Telefon-Mitarbeiter
nahmen noch Bestellungen an und gaben Anwendern Hilfestellung. Frank
Elsenbruch kam und unterstütze uns als weiterer Geschäftsführer im
administrativen Teil und dem Marketing. Er entwickelte die ersten
schriftlichen (gedruckten) Produktinformationen und unsere
Kundenzeitung GS-Aktuell, die mittlerweile unzählige Male viele
wissenswerte Informationen zu den Anwendern transportierte.
Anfang 1992 folgte der Auftritt von Michael Gandke und Wolfram
Schubert im WDR-Computerclub, wo sie sich den neugierigen Fragen von
Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph stellten. Die Sendung wurde in
einem Rutsch aufgezeichnet. Im ersten Durchlauf stellte Wolfgang
Back sehr interessierte Fragen und wir gaben unsere Antworten
ebenfalls mit
sehr viel Begeisterung. Beim probeweisen Durchsehen der Aufzeichnung
stellte "man" fest, dass wohl eine Locke nicht so recht saß:
Neuaufnahme. Da die Fragen und Antworten nun leider bekannt waren,
war in der jetzt folgenden Aufzeichnung die Luft spürbar raus. Na ja
… Showbusiness halt ...
Unter *GS# war Gandke & Schubert jetzt auch unter BTX erreichbar,
dem Großvater von T-Online.
Weitere 180 qm wurden als Lager und Entwicklungsabteilung
dazugemietet. Ende 1992 erschienen die neuen 2er DOS-Versionen
GS-Auftrag 2.00 (Autor: Michael Gandke), GS-Adressen 2.00 (Autor:
Wolfram Schubert) und GS-FIBU 1.00 (Autor: Jürgen London). Die
GS-Programmpalette war jetzt endgültig "„rund" und technologisch und
funktional auf allerneuestem Stand.
Ab 1993 wurden die Mitarbeiter unterteilt in Verkäufer und Supporter
(Hotline). Die Postleitzahlen-Umstellung von vier- auf fünfstellig
brachte eine außerplanmäßige Sonderkonjunktur. Wolfram Schubert
hatte den Ehrgeiz, mittels unscharfer Fuzzy-Logik eine besonders
hohe Trefferquote bei den GS-Kunden hinzugekommen. In einem
Zeitschriften-Vergleichstest wurde unser Konvertierungsprogramm
absoluter Preis-/Leistungssieger … andere Produkte hatten den
mehrfachen Preis aber dafür eine um mehrere Prozente geringere
Konvertierungsquote. Wenn man 100.000 Adressen konvertieren muss,
macht es einen deutlichen Unterschied, ob man 1.000 oder 2.000
Adressen weniger von Hand durchgehen muss!
Ab 1994 wurden alle DOS-Programme durch einen neuen Clipper-Compiler
und dem unermüdlichen Einsatz von Juri Zablotsky endlich von der 640
KB Speicherbegrenzung befreit und konnten jetzt den ganzen
verfügbaren Hauptspeicher nutzen. Ein Aufatmen ging durch die
GS-Software-Gemeinde. GS-Auftrag etablierte sich jetzt auch in
größeren Unternehmen.
100.000 mal mit GS-Auftrag & Co. erfolgreich mit glaubwürdigen Guerilla-Maßnahmen
Im November 1994 wurde dann das 100.000ste Programm verkauft … in
fünf Jahren ein sehr schöner Erfolg, da der überwiegende Anteil der
Anwender über Empfehlungen und Mund-zu-Mund-Propaganda (die
vorsintflutliche Form der heutigen Testimonials und des
Viralen-Marketings) auf GS-Auftrag und Gandke &
Schubert aufmerksam wurde. Fast jeder Anwender hat natürlich gerne
unsere GS-Software seinen Freunden weiterempfohlen. Schließlich
stand er dann ja selbst als schlauer Fuchs und "ausgeschlafener"
Geschäftsmann da, der eine sehr leistungsstarke Software für kleines
Geld einsetzte. Printwerbung, Direkt-Mailings oder
ähnliche "Marketingmaßnahmen" wurden in den ersten Jahren
schließlich nicht durchgeführt. Die Software allein musste am
Arbeitsplatz des Anwenders den Tauglichkeitsbeweis antreten. Bunte
Hochglanzprospekte halfen dort nicht weiter. Nur durch extreme
Kundenorientierung bei Produkt und dem Kundenservice war diese
Erfolg möglich. Dazu kommt, dass gerade diese "Guerilla-Marketing-Methoden"
äußerst wirksam sind. So haben wir bereits 1989 unsere Software als
nicht eingeschränkte Version zum Download in Mailboxen angeboten.
Damals hüteten sich viele etablierte Software-Firmen noch, überhaupt
Demo-Versionen aus der Hand zu geben. Der Anwender könnte ja
schließlich einen Fehler entdecken, den nur der um keine Ausrede verlegenen Vertriebsmann "herunterquatschen" könnte. Erwartungsgemäß
sind viele der damaligen Mitbewerber mittlerweile vom Markt
verschwunden. Deren ganz besondere Art der "Kundenorientierung" kam
dann wohl mit zunehmenden Informationsmöglichkeiten über unzählige
Fachpublikationen und dem beginnenden Informationszeitalter des
Internet bei Anwendern glücklicherweise nicht mehr an.
In dieser Zeit haben wir bei GS auch verschiedene neue
Windows-Entwicklungsumgebungen getestet, um die Programmpalette
"Disneyland-kompatibel" zu machen. Leider versprachen Foxpro,
Visual-Basic & Co. in den ersten Versionen deutlich mehr als sie
halten konnten und erst Anfang 1995 gelang Borland mit Delphi (Object-Pascal)
der große Durchbruch bei brauchbaren Windows-Entwicklungsumgebungen.
Die endgültige Entwicklung der Windows-Versionen konnte auch bei
Gandke & Schubert beginnen. Unter www.gsn.de waren wir dann auch
im aufblühenden Internet erreichbar und unter news.gsn.de eines der
ersten Software-Häuser, die kostenfreien Support in einer Internet-Newsgroup angeboten haben ...
Im Herbst 1996 erschienen GS-Adressen (Autor: Wolfram Schubert),
GS-EAR (Autor: Juri Zablotsky) und GS-Verein (Autor: Markus Baersch), zur CeBIT 1997 folgten
GS-Auftrag für Windows (Autor:
Michael Gandke) und GS-FIBU (Autor: Juri Zablotsky). Die langsame
aber unaufhaltsame Ablösung der DOS-Versionen begann. Der Verkauf
des letzten (übrigens permanent von Juri Zablotsky gepflegten)
DOS-Programms – GS-Auftrag 2.60 - wurde erst zum Juli 2003
eingestellt … besser kann man seinen Anwendern nicht unter Beweis
stellen, dass Investitionssicherheit bei Gandke & Schubert mehr als
nur ein Schlagwort ist!
Gemeinsam sind wir stärker ... wenn sich Partner ergänzen
Ab 1998 wurde in Kooperation mit der P&I AG (Personal & Informatik
AG, Wiesbaden) das Programm GS-Lohn veröffentlicht, was für uns den
qualitativ sehr hochwertigen Einstieg in die Personalwirtschaft
bedeutete. GS-Auftrag und alle anderen GS-Programme waren bereits zur CeBIT 1998
vollständig eurofähig, teilweise Jahre vor denen der lieben
Mitbewerbern.
1999 folgte der Umzug in neue Büroräume von nunmehr 1.600 qm, die
auch dringend benötigt wurden, um die mittlerweile fast 60
Mitarbeiter unterzubringen. Durch den nun vorhandenen großen
Schulungsraum konnte das Schulungsangebot deutlich erweitert werden.
Die GS-Produkte wurden in Kooperation mit Buhl Data als abgespeckte
Versionen auch unter dem ZDF WISO-Label als WISO-Auftrag
(GS-Auftrag),
WISO-Buchhaltung, WISO-Verein usw. im Retail (also Lagerware bei
Karstadt, Saturn, Metro …) vertrieben.
Mit GS-Auftrag Professional SQL wurde zur CeBIT 2002 die erste
Client-/Server-Anwendung von G&S auf Basis leistungsfähiger
Datenbanken wie MS-SQL-2000 oder MySQL vorgestellt und rundete die
Produktpalette nun auch nach oben hin ab.
Kein Aprilscherz sondern eher Umsetzung des Mottos "Aufhören wenn es
am Schönsten ist" war dann der Verkauf der Unternehmensanteile zum
1. April 2002 an die international aufgestellte Sage Gruppe
in Deutschland vertreten durch Sage KHK in Frankfurt.
Unter maßgeblicher Verantwortung bisheriger GS-Mitarbeiter werden
die Bereiche "GS-Programme" und "PC-Kaufmann" zusammengelegt und am
Standort Mönchengladbach als "sage Small Business Division" als
einer der Großen am kaufmännischen Standard-Software-Markt
weitergeführt ...
Die Erfolgsstory von GS-Auftrag, "G&S" und den GS-Programmen ist eines der Beispiele
dafür, wie man durch konsequente Fokussierung - also die Ausrichtung
auf die eigenen Stärken und deren permanente Weiterentwicklung - im
Markt erfolgreich wird. Die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen
sparte viel Zeit und teuere Ressourcen, sicherte über 60
Arbeitsplätze und brachte zehntausende begeisterte Kunden!
Heute als Google AdWords Agentur spezialisiert auf Internet-Marketing und Suchmachinen-Marketing
Nach dem Verkauf des Softwarehauses Gandke & Schubert bleiben wir dieser Kundenorientierung und "dem Ohr am Markt"
verbunden. GS-Auftrag und kaufmännische Software finden Sie bei uns nicht mehr,
aber über 20 Jahre Erfahrung mit wirkungsvollem Marketing und
Online-Medien (Mailboxen, BTX, Internet) kommen jetzt erneut kleinen und
mittleren Unternehmen zu gute. Dort besteht vielfach das
Problem, dass neben dem hektischen Tagesgeschäft kaum Zeit für gute
und kontinuierliche Marketingarbeit und die Neukundengewinnung
bleibt.
Als
qualifizierte Full-Service-Agentur für
Suchmaschinen-Marketing nutzen wir für Sie die
Möglichkeiten des Internets konsequent aus.
Wir sorgen dafür, dass Sie mehr Besucher bekommen, daraus neue Kunden gewinnen und
so dauerhaft bessere Geschäfte im
Internet machen.
Hier sehen Sie, was wir
im Internet und mit Suchmaschinen-Marketing konkret für Sie tun können ...!




